Aktuelles

Solidarisch bleiben – FAU sammelt Spenden für Bildungsstreik in Polen

Seit dem 8. April 2019 streikten in Polen bislang 68% der Lehrer*innen und Erzieher*innen in Schulen und Kindergärten. Das Ausmaß des Streiks ist mit dem bislang größten Bildungsstreik 1993 zu vergleichen, bei dem die Lohnforderungen zwar nicht durchgesetzt werden konnten, der aber eine Reihe von Arbeiter*innen-Protesten in anderen Branchen des öffentlichen Dienstes (u.a. im Gesundheitswesen) auslöste. Die Regierung hat bislang ihre starre Position beibehalten und obwohl die Sympathie der Öffentlichkeit auf Seite der Streikenden bleibt, wurde der Streik am 27.04.2019 vom Vorsitzenden der Lehrer*innen-Gewerkschaft Sławomir Broniarz überraschenderweise ausgesetzt. Hat sich die Befürchtung, dass der diesjährige Streik genauso endet wie der längste Bildungsstreik in Polen 1993, bereits bewahrheitet?

Der 8. März – ein internationaler Kampftag

In ganz Deutschland und in aller Welt sind zum 8. März 2019 Menschen auf die Straße gegangen, um für die Befreiung der Frau und aller anderen Geschlechter zu demonstrieren. In einigen Ländern, vor allem in Spanien, kam es dabei auch zu betrieblichen Streiks. Auch die FAU und ihre internationalen Schwestergewerkschaften nahmen an den Protesten teil.

Aufruf: Am 15. März zu „Fridays For Future“!

Dresden: 12-16 Uhr | Start St. Benno Gymnasium Seit Monaten boykottieren tausende Schüler_innen auf der ganzen Welt jeden Freitag den Schuluntericht, aus Protest, dass sich in Umweltfragen nichts ändert, den zukünftigen Generationen mit der aktuellen Politik die Lebensgrundlage zerstört wird. Wir möchten alle libertären, linken und syndikalistischen Schüler_innen aufrufen diese Schulboykotte tatkräftig zu unterstützen und insbesondere am 15. März, dem weltweiten Schwerpunkt der aktuellen Streikwelle nicht in der Schule sondern auf der Straße zu sein.

Aufruf an Schüler*innen zum F*Streik am 8. März

Für den 8. März wird international zum feministischen Streik aufgerufen. Im letzten Jahr streikten allein in Spanien über 5 Millionen Personen und legten damit annähernd das ganze Land lahm. Streik ist das wohl effektivste Protestmittel, da er ökonomischen Schaden anrichtet und somit die profitorientierte Wirtschaft und damit auch die Politik am härtesten trifft und nicht einfach ignoriert werden kann. Gründe für einen fem_Streik gibt es genug! Auch wir, Schüler*innen und Auszubildende, leben in dieser sexistisch geprägten Gesellschaft. Dies begegnet uns zum einen in der Schule, z.B. durch einen männer-fixierten Geschichtsunterricht, oft mangelnder Sexualaufklärung und nicht selten sexistischen oder gar belästigenden Lehrkräften. An manchen Schulen gibt es sogar Hotpants-Verbote, welche ein Resultat der Sexualisierung (minderjähriger) weiblicher* Körper sind.