Kein Urlaub, kein Lohn, keine Kündigung

Die FAU Aachen hat am 13. Februar vor dem CipressoKiosk demonstriert, um ausstehende Löhne einzufordern

Aufgrund der Zurückhaltung ausstehender Löhne einer Beschäftigten befindet sich die Basisgewerkschaft Freie ArbeiterInnen Union (FAU) Aachen im Arbeitskampf.

Layla(19) arbeitet seit Oktober beim Cipresso Kiosk. Der Lohn wurde nur im ersten Monat, nach mehrfachem Nachhaken und viel zu spät ausgezahlt. Die Löhne für November, Dezember und Januar wurden überhaupt nicht gezahlt. Der Urlaubsanspruch wurde im Arbeitsvertrag einfach durchgestrichen.

„Ich hatte auf einmal sehr wenig Geld und musste massive Einsparungen machen, was mein Leben sehr eingeschränkt hat. In manchen Monaten hatte ich in den letzten Wochen kein Geld mehr für Essen und musste bei anderen Leuten gammeln“, erzählt Layla.

Nach einer Krankschreibung kündigte der Geschäftsführer Ende Dezember per WhatsApp an, dass er die Stelle neu besetzen müsse. Layla wurde aus der WhatsApp Gruppe für die Schichtpläne entfernt. Als sie zu ihrer Schicht kommt ist bereit ein anderer Mitarbeiter eingeteilt. Der Chef ist nicht erreichbar und hat sie bei WhatsApp blockiert.

„Wegen einer Krankmeldung hat mich mein Chef aus der Gruppe für Schichtpläne geschmissen, ich weiß nicht mehr, wann ich arbeiten soll. Eine Kündigung habe ich bis heute nicht gesehen!“, erzählt Layla

„Die Geschäftsführung von Cipresso Kiosk denkt, dass sie die Mitarbeiter einfach ohne Kündigung und ohne Kündigungsfrist auf die Straße setzen und dabei noch mehrere Monatslöhne einbehalten kann. Da sich Layla aber gewerkschaftliche Unterstützung geholt hat, wird das in diesem Fall nicht funktionieren“. erklärt Fiona, ein Mitglied der FAU Aachen.

Layla hat zusammen mit der FAU Aachen Klage vor dem Arbeitsgericht gegen den Cipresso Kiosk erhoben und fordert die ausstehenden Monatslöhne ein.

Die FAU Aachen hat am 13. Februar vor dem CipressoKiosk in Aachen demonstriert, um die ausstehenden Löhne einzufordern:

"Wir konnten mit Anwohner:innen ins Gespräch kommen. Uns wurde von 2 anderen Fällen berichtet, wo Mitarbeiterinnen mies behandelt wurden. Der Arbeitgeber hat sich nicht blicken lassen."