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Am 1. Mai 2025 auf die Straße!

Die Syndikate der FAU mobilisieren zum 1. Mai 2025. Hier findet Ihr die Auflistung der Aktivitäten, zu denen die Syndikate der FAU mobilisieren.

Die Syndikate der FAU mobilisieren zum 1. Mai 2025. Hier findet Ihr die Auflistung der Aktivitäten zu denen die Syndikate der FAU mobilisieren:

Aschaffenburg

  • 10:00 | Linde Werk 1 (Schweinheimer Straße) | Demo
  • 12:00 | Cafè Krèm | 1. Mai Fest

Berlin

  • 11:00 | Strausberger Platz | Demo
  • 13:00 | FAU Lokal (Grüntaler Straße 24) | Gemeinsames Grillen

Dortmund

  • 14:00 | Union Salon (Siegfriedstraße 14) | Nachbarschaftsfest

Dresden

  • 12:00 | Wettiner Platz | Demo
  • 14:00 | Albertplatz | Kundgebung
  • 19:00 | FAU Lokal (Bürgerstraße 52) | Get together

Duisburg

  • 10:00 | Syntopia (Gerokstraße 2) | Gemeinsamer Treffpunkt
  • 11:00 | Amtsgericht Hamborn | Demo
  • 14:00 | Syntopia (Gerokstraße 2) | 1. Mai Fest

Freiburg

  • 10:00 | Stühlinger Platz | Infostand
  • 10:45 | Stühlinger Platz | Demo
  • 14:30 | Viertel »im Grün« (Adlerstraße) | Straßenfest

Göttingen

  • 11:00 | Platz der Synagoge | Demo

Halle

  • 11:00 | Steintor | Demo

Hamburg

  • 8:45 | Hauptbahnhof, Gleis 6a-c | Zugtreffpunkt nach Lübeck

Hannover

  • 9:00 | FAU Lokal (Nieschlagstraße 1B) | Treffen am Lokal
  • 10:00 | Freizeitheim Linden | Demo
  • 13:00 | FAU Lokal (Nieschlagstraße 1B) | Gemeinsamer Ausklang

Jena

  • 10:00 | Johannisplatz | Demo
  • 13:00 | FAU Lokal (Bachstraße 22) | Offenes Lokal mit Buffet

Kassel

  • 10:00 | Philipp‐Scheidemann‐Haus | Demo

Köln

  • 11:00 | LC36 (Ludolf-Camphausen-Straße 36) | Treffpunkt mit Kaffee
  • 12:00 | Hans-Böckler-Platz | Demo
  • 14:00 | Naturfreundehaus Kalk | Nachbarschaftsfest

Leipzig

  • 14:00 | Richard Wagner Platz | Demo

Lüneburg

  • 16:00 | St. Stephanus-Platz | Straßenfest

Lübeck

  • 11:30 | Lindenteller | Demo

Magdeburg

  • 11:00 | Ambrosiusplatz | Demo

Marburg

  • 30.4. 18:00 | Hauptbahnhof | Demo
  • 1.5. 16:00 | Infoladen (Neustadt 24) | Gemeinsames Cornern

München

  • 12:00 | Weißenburger Platz | Kundgebung
  • 14:00 | FAU Lokal (Gabelsbergerstraße 44) | Offenes Lokal

Stuttgart

  • 11:30 | Marktplatz | Demo
  • 14:00 | Stadtteilzentrum Gasparitsch (Rotenbergstraße 125) | 1. Mai Fest
  • 17:00 | Ostendplatz | Kundgebung

Tübingen

  • 10:00 | Europaplatz | Demo
  • 14:00 | Sternplatz | 1. Mai Fest

28. April: Schweigeminute für die Opfer von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten

Workers Memorial Day

Was und Wann?

Am 28. April um 12 Uhr schließen wir uns dem Aufruf der IG BAU an, eine Schweigeminute in unseren Betrieben anzustoßen. Den ganzen Tag wollen wir dafür nutzen, mit unseren Arbeitskolleg:innen verstärkt über Arbeitsschutz ins Gespräch zu kommen. Bis zum 28. April freuen wir uns, wenn ihr uns Bilder und Texte mit euren Arbeitsschutz-Tipps zuschickt. Hier findet ihr grundsätzliche Informationen zur Meldung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.

125 Grüngewerkler:innen lassen pro Jahr in Deutschland ihr Leben

Seit die FAU 2010 den WMD erstmals in Deutschland begann, ist das Problem leider kaum kleiner geworden. Im Jahr 2021 und 2023 verloren 125 Kolleg:innen in den Grünen Gewerken ihr Leben, 2022 waren es 117.¹ Das macht ca. 20 % der insgesamt 600 Toten durch Arbeitsunfälle in Deutschland aus.² Dabei kann davon ausgegangen werden, dass die Gesamtzahl deutlich höher liegt, da bspw. nicht verzeichnet wird, wenn Arbeitsbedingungen zu Suizid, Drogensucht etc. führen. Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle lag in den letzten Jahren in unseren Branchen zwischen 57.000 und 61.000, wobei alle wohl aus Erfahrungen wissen, dass leider viele Kolleg:innen Arbeitsunfälle nicht melden. Einen detailierten Bericht, auch zu Teilbranchen findet ihr hier. Noch größere Dunkelziffern dürfte es im Bereich der berufsbedingten Krankheiten geben. Nur ein Bruchteil von uns schafft es in den körperlich und psychisch anstrengenden Bereichen der Branche bis zur Rente. Jahrlang wurde bspw. darum gekämpft, das Parkinson als durch Pestizide verursachte Berufskrankheit anerkannt wird. Dies gelang nun, doch die Hürden bleiben weiterhin hoch, die Dunkelziffern damit riesig. Obwohl bekannt ist, das Burnouts, Depression etc. gerade in der Landwirtschaft immens verbreitet sind, die Suizid-Raten zu den höchsten gehören, fehlen diese psychischen Leiden in der Liste der Berufskrankheiten bis heute völlig.

Internationale Dimension: Nicht nur auf Deutschland schauen

Wenn sich hierzulande gerühmt wird, dass die Zahl tödlicher Arbeitsunfälle (in anderen Branchen) stetig sinkt, müssen wir uns vergegenwärtigen, dass wir v.a. in einem Land von Endverarbeitung, Konsum und Absatz leben. Die gefährlichsten, dreckigsten und unhaltbarsten Arbeiten sind auf andere Teile der Welt ausgelagert. Auf Länder wie Deutschland entfallen lediglich 5% der anerkannten, tödlichen Arbeitsunfälle, während insgesamt weltweit laut International Labour Organization (der UN) ca. 6000 Arbeiter:innen pro Tag sterben, jährlich also 2,2 Millionen. Dabei sind Hunger, Krieg, langfristige Vergiftungen etc. nicht mit einberechnet.³ Wenn wir in Deutschland über Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten nachdenken, gehören dazu natürlich auch jene Menschen, die bspw. in Almeria unser (Bio-)Gemüse herstellen, unser Trockenobst schwefeln, unsere Kleidung herstellen, durch die pharmazeutischen Fabriken der Umgebung verseucht werden etc. Dabei müssen wir nicht erst bei unseren Freund:innen in Myanmar anrufen, um von grausamsten Fällen zu hören. Ausnahmsweise bekannt wurde bspw. im letzten Jahr ein Fall als ein Chef in Italien seinen indischen Landarbeiter zum sterben zurück ließ. Wie sehr mangelnder Arbeitsschutz wirklich alle betrifft, wird gerade an der Bekämpfung der Vogelgrippe in den USA deutlich. Dort provoziert mangelnder Arbeitsschutz unter der Trump-Administration das Risiko einer weltweiten, neuen Pandemie.

Keine abstrakte Diskussion: Wir trauern um Freund:innen

Bei der Nennung von Fakten und riesigen Zahlen fällt es uns manchmal schwer, den persönlichen Bezug zu behalten. Doch die Diskussion ist für uns nicht abstrakt. Als eine Basisgewerkschaft von Arbeiter:innen die sich ehrenamtlich nach Feierabend und auf der Arbeit helfen sind die Themen des WMD für uns leider Alltagssache. In den 2,5 Jahren unseres Bestehens mussten wir leider zu oft trauern, da wir einige der 125 Kolleg:innen kannten. Auf unseren Gewerkschaftstreffen sind immer einige Leute verletzt, körperlich oder mental durch die Arbeit überlastet, wir erleben, dass Freund:innen und Genoss:innen ihren Beruf wechseln müssen, weil sie den Arbeitsalltag nicht mehr packen. Vor diesem Hintergrund können wir beim Stichwort “Fachkräftemangel” der Arbeitgeber:innenverbände und der Politik nur noch zynisch lachen. Gewerkschaft heißt deswegen aufeinander aufpassen, gut zu einander sein, für den gegenseitigen Schutz kämpfen – und leider auch miteinander Trauer-Kultur entwickeln.

Aus Trauer wird Wut – aus Wut wird Veränderung

Kapitalismus tötet. Er tötet täglich tausende, zig tausende – und zerstört dabei noch die Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen. Wer sagt, Kapitalismus abschaffen zu wollen sei extremistisch und keine legitime Position, der nimmt diese Toten und diesen Raubbau an der Zukunft billigend in Kauf. Mensch könnte somit sagen, den Kapitalismus nach allem was wir erleben und wissen, zu verteidigen ist die eigentlich extremistische Position. Sich für seine Überwindung einzusetzen, die einzig vernünftig humanistische und ökologische Position.

Als Gewerkschaftsinitiative im Aufbau wollen wir in den nächsten Jahren Informationsmaterialien und Schulungen zum Thema Arbeitsschutz deutlich ausbauen. In Betrieben wollen wir für feststehende Weiterbildungszeiten in Sachen Arbeitsschutz kämpfen. Und wir wollen das Recht auf die Verweigerung riskanter Tätigkeiten in Arbeits- und Tarifverträgen etablieren. Sich gewerkschaftlich organisieren, heißt sich gegenseitig schützen und stützen – und notfalls Betrieben die Beschäftigten zu entziehen, wenn sie mit dem Leben ihrer Arbeiter:innen spielen.

Macht langsam, macht mal Pause, passt aufeinander auf,

eure Initiative Grüne Gewerke (IGG-FAU)

¹ https://www.wochenblatt-dlv.de/feld-stall/landtechnik/toedliche-unfaelle-landwirtschaft-landwirte-wissen-muessen-579569
² https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/bilanz-2023.jsp
³ https://de.globometer.com/wirtschaft-arbeitsunfall.php

Grüne Gewerke rufen auf zu "Wir haben es satt!"-Demo

Samstag, 18. Januar 2025 | 12 Uhr | Bundeskanzleramt | Berlin

Die Initiative Grüne Gewerke (IGG), das Branchennetzwerk der FAU für Landwirtschaft, Forst, Gartenbau und Umweltberufe mobilisiert zur diesjährigen "Wir haben es satt!"-Demonstration in Berlin. Die IGG stellt sich hinter die Forderungen nach einer ökologischen und sozialen Agrarwende, globaler Ernährungssouveränität und einem Ende der Spekulation mit Agrarflächen.

In ihrem Aufruf legt die IGG besonderes Augenmerk auf den Kampf gegen Sexismus, globale Ausbeutung und die besonders prekäre Situation migrantischer Kolleg:innen in der Landwirtschaft. Die IGG verbindet diese Kämpfe mit der Forderung nach einer Verbesserung der Arbeitsverhältnisse und einem Schulterschluss der Agrarbewegung gegen Kaufkraftverluste.

Konkret fordert die Initiative die Umverteilung der Profite von Einzelhandels- und Agrarkonzernen, die Zerschlagung von Oligopolen sowie die Erhöhung des Bürgergeldes und die Abschaffung der Bezahlkarte. Das Branchennetzwerk betont die Notwendigkeit der Solidarität mit Streiks in anderen Branchen und eines basisdemokratischen Systemwechsels.

Die IGG wird sich im Block der Basisgewerkschaften zusammen mit befreundeten Organisationen wie der jungen Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (jAbL), dem European Legal Action Network (ELAN) und den Interbrigadas aufhalten.

Weitere Infos auf der Seite der Grünen Gewerke.

Widerstand wirkt

Initiative Grüne Gewerke: "Jetzt weitermachen für Agrarwende von unten und nazifreie Äcker!"

Quelle: https://gruene-gewerke.fau.org/?p=137

Widerstand wirkt – Jetzt weitermachen für Agrarwende von unten und nazifreie Äcker!

Die letzten Tage waren äußerst dynamisch. Sie waren gefüllt mit Arbeit, Diskussionen und Beobachtungen des Geschehens. Die teilweise Rücknahme der Kürzungen in der Landwirtschaft ist als ein erstes Ergebnis der Proteste zu betrachten und zeigt, dass Widerstand die Verhältnisse verändern kann – auch wenn er in diesem Fall auch von Unternehmen und Rechten mitgetragen wird.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht überschau- und absehbar, wie sich die Proteste lokal entwickeln. Viele Rechte Parteien und Gruppen sind auf die Proteste aufgesprungen und versuchen, sie – zum Teil erfolgreich – zu unterwandern und sich dort zu organisieren. Zur Wahrheit gehört auch, dass einige der Akteur:innen schon immer aus einem konservativen und rechten Spektrum kommen. Die mit großen Mitteln ausgestatteten Unternehmer:innennetzwerke haben einen starken Anteil an den rechten Verbindungen. Dadurch spielen Arbeiter:innenorganisationen und -perspektiven in den aktuellen Proteten bis jetzt keine Rolle. Trotzdem erleben wir nun auch linke Solidarität, mancherorts klar antifaschistische Bäuer:innenproteste und Proteste, die soziale und ökologische Forderungen aufstellen, das macht Mut.

Wir werden uns an den kommenden Prozessen beteiligen, für den Moment jedoch, als noch junge Initiative – bisher ohne ausgearbeitetes agrarpolitisches Programm – können wir noch keine klare Richtung vorgeben. Wir sind auch noch nicht groß genug, um flächendeckend in die Proteste einzugreifen. Die verschiedenen Bäuer*innenverbände kämpfen jetzt vor allem für ihre eigenen – teils durch die Chef*innensicht geprägten – Programme, während eine nennenswerte Organisierung von Landarbeiter*innen bisher nicht existiert. Wir werden weiter daran arbeiten und verstärken unseren Aufruf, sich mit uns für bessere Arbeitsbedingungen, gerade auch für migrantische Saisonarbeiter*innen, zu organisieren! Ohne eine organisierte Kraft zu werden, bleiben wir Spielball der Chef*innen und Konzerne. Eine soziale und ökologische Umgestaltung der Landwirtschaft kann nur mit den dort Arbeitenden und mit dem Wissen und der Solidarität ihrer Kolleg:innen in den anderen Branchen erkämpft werden. Dazu gehört unserer Meinung nach auch, Kollektivbetriebe und Solidarische Landwirtschaften aufzubauen, um die Produktion von Lebensmitteln selbstverwaltet in die Hand hzu nehmen.

Bestärkt hat uns der viele Zuspruch für unsere erste Positionierung zu den Protesten, den wir in den letzten Tagen auf unterschiedlichen Wegen erhalten haben. Das hat uns hoffnungsvoller gemacht. Wobei uns auch manche Reaktionen aus dem linken und anarchistischen Spektrum ernüchterten. Leider herrscht teilweise Unverständnis, Unkenntnis und mangelnde Solidarität. Es werden viele falsche Informationen oder schlichtweg Vorurteile verbreitet, was uns aktuell das Arbeiten erschwert und erschöpfend ist. Wir wünschen uns in Zukunft eine noch breitere Solidarisierung. Von Branchenfremden, insbesondere Menschen aus der Stadt, ist mehr und intensivere Beschäftigung mit der Landwirtschaft sowie unseren Arbeitsbedingungen und Organisierungsmöglichkeiten nötig. Viele soziale Ziele, auch zum Thema Klimakatastrophe, können nur mit der Landwirtschaft zusammen erkämpft und erreicht werden. Es funktioniert nicht, einen so essenziellen Bereich wie die Erzeugung von Lebensmitteln, immer wieder zu ignorieren. Gleichzeitig ist es wichtig, sich in der Branche auszukennen, um nicht durch unbedachtes Handeln rechten Kräften weiter in die Hände zu spielen.

Wir halten es weiterhin für richtig und wichtig, entsprechend der lokalen Bedingungen, uns mit einer klaren Positionierung für unsere Klasse und gegen rechts in die Proteste einzumischen und mit linken Landwirt*innen zusammen zu arbeiten. Nur weil Rechte auch zu einem Thema arbeiten, und auch Chef*innen betroffen sind, müssen wir doch trotzdem in die Gesellschaft hinein wirken, wenn wir handlungsfähig werden wollen, und wenn wir selbst als Lohnabhängige betroffen sind!

Die rechten Mobilisierungen und gleichzeitige Mehrausbeutung zeigen umso mehr, wie dringlich und notwendig eine Organisierung unter Landarbeiter*innen  ist!

Wir sehen uns am 20. Januar in Berlin auf der „Wir haben es satt!“-Demonstration! Einige Termine und Presseberichte findet ihr unten. Schaut auch in unserer Linkliste nach befreundeten Strukturen! Wenn ihr Interesse, habt Landarbeiter:innen-Strukturen bei euch aufzubauen, freuen wir uns über Zuschriften.

Initiative Grüne Gewerke innerhalb der FAU Bundesföderation

#KapitalismusMussWeg
#NazisVomAcker
 

Termine zu denen wir mobilisieren:

  • 12.1. Leipzig: Bündnis antifaschistischer Landwirtschaftsakteur:innen 15 Uhr Augustusplatz
  • 15.1. Berlin: Infos folgen
  • 20.1. Berlin, „Wir haben es satt“-Demo!

Solidarität mit Bäuer:innenprotesten und GdL-Streik!

Initiative Grüne Gewerke steht in Solidarität mit den Protesten gegen die Beschlüsse zur Streichung von Agrardieselrückvergütung und Kfz-Steuerbefreiung.

Solidarität mit Bäuer:innenprotesten und GdL-Streik!

Als Initiative Grüne Gewerke innerhalb der Basisgewerkschaftsföderation FAU¹ erklären wir, Arbeiter:innen aus Landwirtschaft, Gartenbau, Forst und Umweltberufen, unsere entschiedene Solidarität mit den Protesten gegen die Beschlüsse zur Streichung von Agrardieselrückvergütung und Kfz-Steuerbefreiung. Es ist ein Unding – wenn auch leider nicht verwunderlich – dass die Regierung den Rotstift bei dieser lebenswichtigen und seit Jahrzehnten von Existenzängsten, Überarbeitung und Prekarisierung geprägten Branche ansetzt, während beispielsweise schädliche Sektoren wie die Aufrüstung unangetastet bleiben – ebenso wie die Vermögen der Reichen.

Die aktuelle politische Auseinandersetzung ist dabei keine um das Thema Klimaschutz. Die Streichung dieser landwirtschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen wird die Landwirtschaft nicht ökologischer gestalten, weil sie keinerlei Spielraum für eine Umstellung der Produktion hin zu weniger Treibstoffeinsatz schafft, ihn eher noch nimmt. Ökologische Weichen versuchten verschiedene landwirtschaftliche Akteur:innen in den letzten Jahren selbst zu stellen, bspw. mit der Arbeit der Borchert-Komission und der Zukunfts-Kommission Landwirtschaft. All diese Vorschläge wurden von verschiedenen Regierungen ignoriert. Die aktuelle politische Auseinandersetzung ist für uns daher vor allem ein Versuch, Krisenkosten auf die Landwirtschaftsbranche abzuwälzen. Wir fordern eine klare Rücknahme der Streichungen!

Leider versuchen nun verschiedene Akteur:innen den Protest der Bäuer:innen in einen rechten Aufstand zum Sturz der Ampelregierung zu verwandeln. Davon haben wir in der Landwirtschaft nichts gutes zu erwarten: Ein Blick ins Parteiprogramm mancher dieser Schreihälse, macht schon deutlich, dass uns mit einem evtl. Wahlsieg nicht weniger sondern mehr Existenznot ins Haus stünde². Andere versuchen von den Milliarden Steuergeldern abzulenken, die den Rüstungskonzernen oder Milliardären vom Format eines Elon Musk³ zugeschustert werden, indem sie versuchen uns landwirtschaftliche Beschäftigte gegen Erwerbslose oder Geflüchtete (oft selber aus der Landwirtschaft) aufzuhetzen⁴.

Wir werden nicht so dumm sein, uns von den einen Pfeffersäcken gegen die anderen aufhetzen zu lassen. Die Proteste, die für das neue Jahr angekündigt sind, sollen gleichzeitig zu den Streiks der Lokführergewerkschaft GdL stattfinden und werden durch genau dieses Zusammenspiel ihre Kraft entfalten. Wir wünschen den Kolleg:innen von der Bahn alles erdenklich gute für ihren Arbeitskampf und wollen hiermit unterstreichen, dass wir in der Landwirtschaft keine neuen aufgeblasenen politschen Führer:innen brauchen, sondern genau diese gegenseitige Solidarität, dieses Zusammenspiel der Werktätigen.

Wir fordern deshalb alle Gewerkschafter:innen und alle basisorientierten, linken Kräfte im Land auf: Beschäftigt euch mit der Lage der Bäuer:innen und unterstützt ihre Proteste. Und wir fordern alle Bäuer:innen im Land auf: Beschäftigt euch mit den Arbeitskämpfen in anderen Branchen und den sozialen Bewegungen. Wenn das nächste mal jemand gegen die streikenden Lokführer:innen hetzt, denkt daran, wie gegen unsere Blockaden gehetzt wird und lasst es nicht so stehen. Lasst keinen Raum in den bäuerlichen Protesten, für die, die uns nur als Steigbügelhalter:innen für die nächste bäuer:innenfeindliche Regierung missbrauchen wollen und die davon Leben, die Werktätigen zu entzweien.

Als Gewerkschafter:innen formulieren wir aber auch klar: Ein Kampf um die Zukunft der landwirtschaftlichen Betriebe kann nur gleichzeitig mit einem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen in unserer Branche geführt werden. Das schließt insbesondere die Saisonkräfte mit und ohne Papiere ein. Allen abhängig beschäftigten, soloselbstständigen und erwerbslosen Kolleg:innen raten wir, die Situation zum Anlass zu nehmen sich zu organisieren und in den Protesten auch die Perspektive der Landarbeiter:innen hörbar zu machen.

Initative Grüne Gewerke in der FAU

¹ Freie Arbeiter:innen Union

² Die AfD fordert in ihrem Grundsatzprogramm für die Landwirtschaft bspw. “Mehr Wettbewerb, weniger Subventionen” und will die EU-Agrar-Subventionen ganz zurück fahren.

³ So gehen bis zu 400 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln allein in das umstrittene Tesla-Werk in Grünheide, Brandenburg https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2020-02/tesla-subventionen-gruenheide-elektromobilitaet-elon-musk

⁴ Bspw. der bayrische FW-Politiker Aiwanger am Rande der jüngsten Proteste in Berlin gegenüber der “Welt”

Schluss mit Union Busting in Kliniken!

Solidarität mit Matthias und Leonie!

Solidarität mit Matthias und Leonie!

Die Münchener Gewerkschaftslinke/VKG hat einen Aufruf verfasst, der Leonie aus dem Klinikum Neuperlach und unseren Aktivisten der FAU-München, Matthias, unterstützen und die Vorgänge gegen die beiden öffentlich machen soll.

Alle Betriebsgruppen, solidarische Kolleg:innen, Betriebsräte und VL sind aufgerufen Protestschreiben an das Helios Amper Klinikum Dachau und das Klinikum Neuperlach zu schicken.

Die Kollegin Leonie klagt aktuell gegen eine Abmahnung wegen eines Zeitungsinterviews. Schwereres Geschütz fährt der Helios Konzern gegen Matthias auf. Seit einem Dreivierteljahr wird ein Zustand ständiger Kontrolle und des Suchens nach Fehlern, sowie Möglichkeiten der psychischen Erniedrigung kreiert. Auch er hat gegen eine Abmahnung wegen Verteilens des jahrelangen Betriebsinfos ANTIGEN Klage eingereicht.

Das Ganze hat System! Union Busting soll Organisierung im Betrieb be- und verhindern oder zunichte machen. In den Worten der Betroffenen: Während die Verhältnisse in den Kliniken immer beschissener werden, sollen wir, die diese Kliniken unter miserablen Bedingungen am Laufen halten, mundtot gemacht werden, wenn wir eine Veränderung dieser Zustände fordern.“

Die München Klinik gGmbH will ihren Sparkurs ungestört durchziehen, weil sie seit Jahren pleite sind - die Helios Amper Kliniken AG Dachau bescheren dem Helios Konzern satte Gewinne und um diese laufend zu erhöhen, wird ein Sparkurs nach dem anderen gefahren.

Schreibt den Klinikgeschäftsführungen. Zeigt, dass diese Vorgehensweisen nicht hingenommen werden. Seid kreativ. 

Gerade trifft es zwei. Gemeint sind wir alle!

Die vollständige Solidaritätserklärung gibt es hier zum Download: http://fau-m.de/de/aktuell/272-schluss-mit-union-busting-in-kliniken

Hintergründe:
https://www.labournet.de/category/branchen/dienstleistungen/gesund/gesund-arbeitskampf-divers/helios/
Unabhängige Betriebsgruppe am Klinikum Dachau https://betriebsgruppen.de/category/bg/bgak/
Solidaritätskomitee Kreißsaal im Klinikum Neuperlach https://www.klassegegenklasse.org/solikomitee-kreisssaal-bleibt/

Mehr als ein Treffen des internationalen revolutionären Syndikalismus

Die Internationale Konföderation der Arbeiter*innen, IKA wird auf ihrem Hannover-Kongress anarchosyndikalistische und revolutionär-syndikalistische Organisationen aus der ganzen Welt zusammenbringen.


Die Internationale Konföderation der Arbeiter*innen, IKA wird auf ihrem Hannover-Kongress anarchosyndikalistische und revolutionär-syndikalistische Organisationen aus der ganzen Welt zusammenbringen.

Im September wird die IKA in Hannover, Deutschland, seinen zweiten Kongress abhalten, auf dem die wichtigsten Themen diskutiert werden, die uns als Arbeiterklasse der Welt beschäftigen.

Anarchosyndikalistische und revolutionäre Gewerkschaften aus aller Welt treffen sich auf dem zweiten Kongress ihrer internationalen Organisation, der 2018 in Parma gegründeten Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen. Die IKA vereint von unten organisierte Basisgewerkschaften, die Arbeitsbedingungen und Lohnarbeit als Teile eines umfassenderen Gesellschaftssystems verstehen.

Themen wie die Zukunft der Rentensysteme, Umweltschutz und sein Zusammenhang mit Klassenkampf, die Zukunft der öffentlichen Gesundheitssysteme und der allgemeinen Gesundheitsversorgung werden ebenso diskutiert sowie die Solidarität mit Myanmar und Rojava.

In der IKA sind vor allem europäische Gewerkschaften aus Deutschland, Italien, Polen, Spanien, dem Vereinigten Königreich, Irland und Griechenland vertreten, aber auch Organisationen aus Argentinien, den USA und Kanada werden anwesend sein.

Parallel zur zentralen Agenda des Kongresses werden Debatten stattfinden, wie zur internationalen Logistikbranche als Handlungsfeld für grenzüberschreitende Gewerkschaftsarbeit.

Auf diese Weise möchte die IKA in Zukunft noch internationaler wachsen und den weitere Gewerkschaften aus aller Welt innerhalb unserer Organisation willkommen heißen.

  • 2. Kongress der Internationalen Konföderation der Arbeiter*innen (https://www.iclcit.org/)

  • 22.–25. September, Naturfreundehaus, Hannover.

  • Teilnehmende Organisationen:

    • CNT, Confederación Nacional del Trabajo, Spanien

    • ESE, Eleftheriakí Syndikalistikí Énosi, Griechenland

    • FAU, Freie Arbeiter*innen Union, Deutschland

    • FORA, Federación Obrera Regional Argentina

    • IP, Inicjatywa Pracownicza, Polen

    • IWW, Industrial Workers of the World

    • USI, Unione Sindacale Italiana, Italien

  • Beobachtende Organisationen:

    • CNT-F, Confédération nationale du travail, Frankreich

    • Vrije Bond, Niederlande

Update: Fundraising-Aktion für die FGWM erfolgreich!

Kampagne der FAU Hamburg unterstützt Gewerkschafter*innen in Myanmar mit 18828€ !

Die FAU Hamburg steht an der Seite der Arbeiter*innen in Myanmar und unterstützt die Aktivistis der Federation of General Workers Myanmar (FGWM). Bis Ende August 2023 wird eine Spendensammlung organisiert, um die von der Militärdiktatur unterdrückten Gewerkschafter*innen sowie die Arbeit der FGWM zu unterstützen.

Hier der Originalartikel von der FAU Hamburg Website:

Die Basisgewerkschaft FAU Hamburg hat mit der FGWM ein Fundraising initiiert und steht solidarisch an der Seite der Federation of General Workers Myanmar (FGWM).

Ziel: 15 000 Euro bis zum 31. August 2023, damit die Genoss*innen der FGWM ihre kämpferische Arbeit fortführen können!

Worum geht’s?
In der FGWM sind Genoss*innen organisiert, mit denen einige Mitglieder der FAU Hamburg bereits seit mehreren Jahren gut persönlich vernetzt sind und diese auch mehrmals getroffen haben.
Die FGWM setzt sich aus 40 (Fabrik)Gewerkschaften zusammen, umfasst weiterhin mehrere tausend Mitglieder und ist eine der sehr wenigen uns bekannten gewerkschaftlichen Föderationen in Asien, die den Anspruch hat basisdemokratisch zu funktionieren. Ihren Ursprung hat die FGWM in den Nähfabriken der Industriegebiete von Myanmar. Der Großteil der Sekretär*innen musste mittlerweile vor Verfolgung durch die Militärjunta fliehen und agiert aus dem Untergrund im Exil.
Trotz der Militärdiktatur arbeiten sie weiter. Die FGWM unterstützt Arbeiter*innen dabei sich zu organisieren, begleitet Arbeitskämpfe (wie neulich bei Sun Apparel), die unter großer Gefahr weiterhin stattfinden und versucht außerdem von Repression betroffene Mitglieder bei ihrer Flucht und im Gefängnis nicht alleine zu lassen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Organisierung von Bildungsmöglichkeiten für Fabrikarbeiter*innen zu Themen wie Organizing und Arbeitskämpfen.

Das Ganze ist ohne externen Support nicht aufrecht zu erhalten. Die Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge sind durch die äußerst prekären Zustände nach dem Putsch des Militärs weggebrochen. Zu ihren internationalen Freund*innen gehören die Arbeitsgruppe Asien der ICL (Internationale Konföderation der Arbeiter*innen) sowie das Solidarity Center.

Wer steckt hinter dem Fundraising?
Initiiert wurde es von der FAU Hamburg zusammen mit der FGWM. Durchgeführt wird es mittlerweile auch von Genoss*innen anderer FAU Syndikate, der IWW WISE-RA und Earth Strike UK.

Toll! Was kann ich tun?
Zunächst wäre es super, wenn ihr ebenfalls etwas in den Hut werft. Das geht mit einer Kreditkarte über die firefund-Seite oder per Überweisung auf das Konto der FAU Hamburg.

Kontoinhaberin: AS FAU Hamburg
IBAN: DE43 4306 0967 2070 7898 00
BIC: GENODEM1GLS
Bank: GLS Bank
Verwendungszweck: FGWM solidarity

Alle eingehenden Beiträge werden letztendlich auf der firefund-Seite zusammengetragen. Die Beträge, die direkt über firefund laufen, werden nur eingezogen, wenn das Fundraising am Ende auch erfolgreich ist, das heißt, die 15 000 Euro Marke geknackt wird.
Informiert gerne noch viele andere, indem ihr die am Anfang aufgeführten Links streut und Flyer auslegt. Ein paar Flyer habe wir auch noch. Bei Bedarf meldet euch unter fauhh12@fau.org.

Außerdem gibt’s Soli-Shirts. Damit unterstützt ihr nicht nur die FGWM, sondern gleichzeitig auch die kollektivistischen Strukturen, die diese herstellen, bedrucken und vertreiben. Die Shirts gibt’s über DNA Merch. DNA Merch nimmt die Bestellungen bis zum 31.08.2023 entgegen und beauftragt anschließend ein Näher*innen-/Druckkollektiv in Kroatien.

Seite an Seite mit der FGWM!
#FGWMsolidarity

Info in English: https://hamburg.fau.org/2023/07/24/fgwmsolidarity/#en

Support the Third Workers’ Aid Convoy to Ukraine!

[ENG/DE/PL] The FAU Dresden calls for solidarity with Ukrainian workers by supporting the third Workers' Aid Convoy!

The FAU Dresden calls for solidarity with Ukrainian workers by supporting the third Workers' Aid Convoy!

DE/PL

Currently, the third Workers’ Aid Convoy to Ukraine is taking place, organized among others by our sister union Inicjatywa Pracownicza (OZZ IP) from Poland. We support the convoy and call on you donate and talk about it with your friends and colleagues.

The war in Ukraine is far from over and it is essential to build reliable and long term connections to people on the ground. To support now and to fight together now but also after the war.

In the following, we share the call of the organizing International Network of Labor and Solidarity (ILNSS). The convoy has already arrived in Kryvyi Rih, but it will certainly not be the last.

Support the Third Workers’ Aid Convoy to Ukraine!

May 29, 2023

In the second half of June 2023, The International Labour Network for Solidarity and Struggles (ILNSS) is organizing the 3rd Workers’ Aid Convoy to Ukraine.

During the convoy, needed goods will be delivered to different unions and different social and professional groups: the students in Lviv, the teachers in Kropyvnytskyi, the miners and metalworkers in Kryvyi Rih, and the railroad workers in Kyiv.

More about the Workers’ Aid Convoy

In 2022, independent trade unions from Brazil, France, Spain, Italy, UK, Lithuania, and Poland co-organized two Workers’ Aid Convoys to Ukraine. The convoys provided technical and medical supplies requested by the members of the labor resistance in Kryvyi Rih: power generators, walkie-talkies, first aid kits, sleeping bags, thermal clothing, tools, flashlights, bandages, and food. Each convoy was accompanied by international delegations and served as an opportunity to meet our Ukrainian comrades in person, get to know the situation on the spot and strengthen our cooperation.

Krivyi Rih is a center of iron-ore mining and steel processing of global importance. It is also a stronghold of the working class militancy. Throughout history, regardless of the political systems (Tsarist Russia, Soviet Union and independent Ukraine), the workers of Krivyi Rih participated in revolutionary and social struggles. Since the 1990s the city has regularly faced strikes and protests – the last one took place in 2021. June 2023 also marks the 60th anniversary of the 1963 popular uprising when people clashed with police and the army, occupied public buildings and attempted to create grassroots committees. The uprising was repressed by the Soviet authorities and as such appears as an important and untold part of local history.

For the last 15 months, the Kremlin has been waging a full-scale war against Ukraine. Russian missiles and artillery shells bring death and destruction. In response, the Ukrainian working class is fighting back with guns in their hands. Meanwhile, the Ukrainian authorities are taking advantage of the war and martial law to implement more and more anti-worker and anti-social reforms. ​​Ukrainian authorities encourage international companies to invest in Ukraine by promising them significant profits. These are the policies that turn the Ukrainian people into cheap labour, Ukrainian land into a commodity and Ukrainian infrastructure into one big special economic zone.

At the same time, thousands of workers, including trade unionists, are fighting on the front lines. It is primarily the working class that is fighting against the invaders. This sheds new light on the role unions are playing in the war and will play in post-war reconstruction. This could have major implications for the working class throughout Europe and beyond. It is in the interest of the workers world-wide that their Ukrainian brothers and sisters defeat the invading army, survive the war and continue their struggle for social justice.

Over the last months, there have been several student-led protests regarding social issues in Ukraine. A large number of students have been forced to flee their homes and universities and relocate to other cities without any resources or shelters. They have suffered losses of loved ones, friends, and colleagues due to bombings, and some of their universities have been destroyed. As a result, they are currently living in a state of constant tension and unpredictability. Due to the budget cuts and various scams, less profitable universities and their dormitories, which often house displaced students, are closed down. The way funding is distributed among universities is unclear, and there are suspicions of corruption within the Ministry of Education – the Minister of Education has recently resigned from his position.

The decision to send the 3rd Workers’ Aid Convoy to Ukraine was made as a result of our cooperation with Ukrainian unionists and activists. It is aimed at strengthening the working class resistance against the Russian imperialist invasion and the Ukrainian government’s anti-union and anti-social reforms during the war. We bring the requested aid directly to those who need them and we plan our actions together.

15 months into war, Ukrainian workers (those in the trenches and those in their hometowns) are still in need of technical equipment (power generators, drones, power supplies, GSM repeaters) and camping gear (sleeping bags, mattress, tents). They also need international solidarity in their struggle against the worsening living conditions.

Workers’ Aid Convoy to Ukraine is not only about providing the necessary goods. It is also about expressing direct solidarity with our Ukrainian brothers and sisters and connecting different struggles on the global level.

Our demands

– Solidarity with Ukraine’s armed and unarmed popular resistance against the Russian imperialist aggression!
– Down with anti-social reforms during and after the war!
– For the cancellation of Ukrainian international debt!
– For a post-war reconstruction to meet the working class needs not private profits!
– Confiscate the Ukrainian assets and property of all capitalist sponsors of Putin’s anti-people regime!

Logistics and how to support

Shopping and shipping are coordinated by Inicjatywa Pracownicza (Workers’ Initiative) union from Poland. Transfers can be made directly to the Union’s bank account:

OZZ Inicjatywa Pracownicza
Volkswagen Bank direct
Rondo ONZ 1 00-124 Warszawa, woj. Mazowieckie,Polska
Code BIC/SWIFT: INGBPLPW
IBAN: PL88 2130 0004 2001 0577 6570 0001
TITLE: Donation to the Workers Aid Convoy
The amounts received will be reported, as well as all the work that the 3rd Workers’ Aid Convoy carries out.

Unterstützt den dritten Workers‘ Aid Convoy in die Ukraine!

[DE/ENG/PL] Die FAU Dresden ruft zur Solidarität mit Ukrainischen Arbeiter*innen auf durch Unterstützung des dritten Workers' Aid Convoy!

Die FAU Dresden ruft zur Solidarität mit ukrainischen Arbeiter*innen auf durch Unterstützung des dritten Workers' Aid Convoy!

ENG/PL

Aktuell findet der dritte Workers‘ Aid Convoy in die Ukraine statt, der unter anderem durch unsere Schwesterngewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (OZZ IP) aus Polen organisiert wird. Wir unterstützen den Konvoi und rufen euch auf: Spendet und sprecht darüber mit euren Freund*innen und Kolleg*innen.

Der Krieg in der Ukraine ist noch lange nicht vorbei und es ist essentiell wichtig, verlässliche und langfristige Verbindungen zu den Menschen vor Ort aufzubauen. Um jetzt zu unterstützen und auch später gemeinsam zu kämpfen.

Wir teilen hier den Aufruf des organisierenden International Network of Labour and Solidarity (ILNSS). Der Konvoi ist schon in Kryvyi Rih angekommen, aber es wird sicher nicht der Letzte sein.

Unterstützt den dritten Workers‘ Aid Convoy in die Ukraine!

29. Mai 2023

In der zweiten Junihälfte 2023 findet der nun dritte vom International Labour Network for Solidarity and Struggles (ILNSS) ausgerichtete Workers‘ Aid Convoy in die Ukraine statt.

Der Konvoi wird benötigte Güter zu Gewerkschaften und anderen sozialen und Berufsgruppen bringen: zu Student*innen in Lviv, Lehrer*innen in Kropyvnytskyi, Bergleuten und Metallarbeiter*innen in Kryvyi Rih und Eisenbahner*innen in Kyiv.

Workers‘ Aid Convoy

2022 wurden durch die Zusammenarbeit unabhängiger Gewerkschaften aus Brasilien, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, Litauen und Polen bereits zwei Workers‘ Aid Convoys (Arbeiter*innenhilfskonvois) in die Ukraine organisiert. Die Konvois lieferten technische und medizinische Hilfsgüter, die von Arbeiter*innen im militärischen Widerstand in Kryvyi Rih angefordert wurden: Stromgeneratoren, Funkgeräte, Erste-Hilfe-Kästen, Schlafsäcke, Thermokleidung, Werkzeuge, Taschenlampen, Verbandsmaterial und Lebensmittel. Jeder Konvoi wurde von internationalen Delegationen begleitet und bot die Gelegenheit, unsere ukrainischen Genoss*innen persönlich zu treffen, die Situation vor Ort kennen zu lernen und die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Krivyi Rih ist ein global bedeutendes Zentrum des Eisenerzabbaus und der Stahlverarbeitung. Es ist auch eine Hochburg der Arbeitermilitanz. Im Laufe der Geschichte und in unterschiedlichen politischen Systemen (zaristisches Russland, Sowjetunion und unabhängige Ukraine) haben sich die Arbeiter*innen von Krivyi Rih an revolutionären und sozialen Kämpfen beteiligt. Seit den 1990er Jahren kommt es in der Stadt regelmäßig zu Streiks und Protesten – zuletzt 2021. Im Juni 2023 jährt sich außerdem der Volksaufstand von 1963 zum 60. Mal. Damals kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei und Armee, die Menschen besetzten öffentliche Gebäude und versuchten, Basiskomitees zu gründen. Der Aufstand wurde von den sowjetischen Behörden niedergeschlagen und ist somit ein wichtiger und lange verschwiegener Teil lokaler Geschichte.

Während der letzten 15 Monaten hat der Kreml einen blutigen Krieg gegen die Ukraine geführt. Russische Raketen und Artilleriegeschosse bringen Tod und Zerstörung. Die ukrainische Arbeiterklasse leistet dagegen bewaffneten Widerstand. Unterdessen nutzen die ukrainischen Behörden den Krieg und das Kriegsrecht, um immer mehr arbeiterfeindliche und unsoziale Reformen umzusetzen. Die ukrainischen Behörden ermutigen internationale Unternehmen zu Investitionen in der Ukraine und versprechen ihnen hohe Gewinne. Diese Politik macht die ukrainische Bevölkerung zu billigen Arbeitskräften, ukrainisches Land zu einer Ware und die ukrainische Infrastruktur zu einer großen Sonderwirtschaftszone.

Gleichzeitig kämpfen Tausende von Arbeiter*innen, darunter auch Gewerkschafter*innen, an vorderster Front. Es ist vor allem die Arbeiterklasse, die gegen die Invasion kämpft. Dies verdeutlicht die Rolle, die Gewerkschaften im Krieg spielen und beim Wiederaufbau nach dem Krieg spielen werden. Die Auswirkungen auf die Arbeiterklasse in ganz Europa und darüber hinaus könnten erheblich sein. Es liegt im Interesse der Arbeiter*innen überall auf der Welt, dass ihre ukrainischen Brüder und Schwestern die Invasionsarmee besiegen, den Krieg überleben und ihren Kampf für soziale Gerechtigkeit fortsetzen.

In den letzten Monaten gab es in der Ukraine mehrere Studierendenproteste wegen der angespannten sozialen Lage. Viele Studierende mussten aus ihren Wohnungen und Universitäten fliehen und ohne die nötigen Mittel oder eine sichere Bleibe in andere Städte umziehen. Sie haben durch Bombardierungen Angehörige, Freund*innen und Kolleg*innen verloren, einige ihrer Universitäten wurden zerstört. Resultat ein Zustand ständiger Anspannung und Unvorhersehbarkeit. Aufgrund von Haushaltskürzungen und verschiedenen Betrügereien werden weniger rentable Universitäten und ihre Wohnheime geschlossen, die den geflüchteten Studierenden oft als Unterkunft dienen. Die Verteilung der Mittel auf die Universitäten ist intransparent, und das Bildungsministerium steht unter Korruptionsverdacht – erst kürzlich ist der Bildungsminister zurückgetreten.

Die Entscheidung, einen dritten Workers‘ Aid Convoy in die Ukraine zu schicken, ist das Ergebnis unserer Zusammenarbeit mit ukrainischen Gewerkschafter*innen und Aktivist*innen. Er soll den Widerstand der Arbeiterklasse sowohl gegen die russische imperialistische Invasion als auch gegen die gewerkschaftsfeindlichen und unsozialen Reformen der ukrainischen Regierung während des Krieges stärken. Wir bringen die angeforderte Hilfe direkt zu denen, die sie brauchen, und wir planen unsere Aktionen gemeinsam.

15 Monate nach Kriegsbeginn benötigen die ukrainischen Arbeiter*innen (die in den Schützengräben und die zu Hause) immer noch technische Ausrüstung (Stromgeneratoren, Drohnen, Stromversorgung, GSM-Repeater) und Campingausrüstung (Schlafsäcke, Matratzen, Zelte). Aber sie brauchen auch internationale Solidarität in ihrem Kampf gegen die sich verschlechternden Lebensbedingungen.

Beim Workers‘ Aid Convoy für die Ukraine geht es nicht nur um die Bereitstellung von Hilfsgütern. Es geht auch darum, sich solidarisch mit unseren ukrainischen Brüdern und Schwestern zu zeigen und verschiedene globale Kämpfe zu verbinden.

Unsere Forderungen

– Solidarität mit dem bewaffneten und unbewaffneten Volkswiderstand der Ukraine gegen die russische imperialistische Aggression!
– Schluss mit den unsozialen Reformen während und nach dem Krieg!
– Für den Erlass der ukrainischen Auslandsschulden!
– Für einen Wiederaufbau nach dem Krieg, der den Bedürfnissen der Arbeiterklasse entspricht, nicht privaten Profiten!
– Beschlagnahmt das ukrainische Vermögen und das Eigentum aller kapitalistischen Unterstützer von Putins menschenfeindlichem Regime!

Logistik und Unterstützungsmöglichkeiten

Einkauf und Versand werden von der Gewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (OZZ IP) aus Polen koordiniert. Überweisungen können direkt auf das Bankkonto der Gewerkschaft getätigt werden:

OZZ Inicjatywa Pracownicza
Volkswagen Bank direct
Rondo ONZ 1 00-124 Warszawa, woj. Mazowieckie,Polska
Code BIC/SWIFT: INGBPLPW
IBAN: PL88 2130 0004 2001 0577 6570 0001
Verwendungszweck: Donation to the Workers Aid Convoy
Wir werden über erhaltenen Spenden und die Arbeit des dritten Workers‘ Aid Convoy permanent berichten.