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IT´S TIME TO ORGANIZE

Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation, die aus lokalen Syndikaten und Gruppen besteht. Wo es welche gibt, erfährst du im Verzeichnis vor Ort oder im Betrieb.
Infos wie Du bei uns mitmachen kannst, findest Du in unseren Statuten und bei Über uns

 

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Arbeitskampf - 23.11.14 von faufr3

Die FAU Freiburg unterstützt 14 polnische Bauarbeiter im juristischen Kampf gegen Lohnraub.

Recht haben, Recht bekommen und Geld bekommen

Die Wohnungen im neuen Freiburger Luxus-Studentenwohnheim Campo Novo sind schon längst verkauft und vermietet. Doch während das gehobene Bildungsbürgertum schon wohnt, wartet das ausländische Proletariat immer noch auf die Auszahlung ihres Lohnes. 14 polnische Bauarbeiter haben sich an die FAU Freiburg gewandt, da ihnen insgesamt über 40.000€ Lohn vorenthalten werden. Teilweise gab es für einen ganzen Monat weniger als 100€ ausbezahlt.
Der Generalbauunternehmer des Studentenwohnheims ist die Züblin AG. Diese beauftragte die Klum GmbH in Heidelberg mit der Installation der Sanitäranlagen. Klum gab diesen Auftrag an einen Bauunternehmer aus Görlitz mit Zweigstelle in Freiburg weiter.
Einige Monate später war das Studentenwohnheim fertig, die Bauarbeiter wieder in Polen, aber der Lohn noch immer nicht ausgezahlt.

Da einige der betroffenen Arbeiter die anarchosyndikalistische Gewerkschaftsarbeit schon aus Polen kennen, wandten sie sich an die FAU in Freiburg.
Nachdem auch gewerkschaftliche Mahnungen beim direkten Arbeitgeber auf taube Ohren stießen, wurde Lohnklage erhoben. Für zwei Bauarbeiter fand der Gütetermin dieser Lohnklage am 22. Oktober statt (Ergänzung mittlerweile haben 6 Personen vor Gericht gewonnen).
Juristisch war dies ein voller Erfolg. Da der Arbeitgeber nicht kam, wurde ein Säumnisurteil gefällt, dass alle Forderungen der Arbeiter übernahm. Ob sich die Betroffenen von diesem Urteil, im wahrsten Sinne, etwas kaufen können steht allerdings noch in den Sternen, möglicherweise ist der Arbeitgeber insolvent.
Halb so wild könnte mensch sich jetzt denken. Schliesslich hat die Bundesregierung für genau diesen Fall eine Haftung der GeneralunternehmerInnen für die Löhne der Angestellten seiner Subunternehmen eingeführt. Leider gilt diese Haftung nur für das Bauhauptgewerbe, der Einbau von Sanitäranlagen gehört aber zum Baunebengewerbe und fällt somit aus der Haftung. Die Frage, warum nur Menschen im Bauhauptgewerbe Anspruch auf Bezahlung ihrer Arbeit haben und Menschen im Baunebengewerbe gerne mal umsonst arbeiten können, wird wohl ungehört in den langen Fluren und Gängen des Parlaments verhallen.
Helfen könnte den Kollegen allerdings eine interessante Ironie dieser Geschichte. Während die Bauarbeiter Ihren Sub-Subunternehmer auf ihr vertraglich zugesichertes Geld verklagen, klagt dieser Sub-Subunternehmer gleichzeitig gegen seinen Auftraggeber, den Subunternehmer Klum. Wie auch bei den Bauarbeitern geht es in diesem Verfahren ebenfalls darum, dass für die erbrachte Leistung nicht das ausgemachte Geld bezahlt wurde. Sollte der Sub-Subunternehmer recht bekommen, können die zugesprochen Löhne seiner Angestellten direkt von diesem Geld gepfändet werden.
Es wäre schön wenn wenigstens auf diesem Weg ein paar Krümmel des Immobilienkuchens bis zu den Menschen hinunter fallen, die ihn „gebacken“ haben.

Wie könnt Ihr zu uns Kontakt aufnehmen?

Wenn ihr Interesse habt und euch mit uns organisieren wollt, unsere Treffen finden 2mal im Monat statt.

---FAU-Freiburg Treffen---
am 3. Freitag im Monat ab 20 Uhr in der Fabrik e.V. (79104 FR, Habsburgerstr.9) (Cafe im Hauptgebäude 1.OG links - nicht mit der Kneipe im Vorderhaus verwechseln!).

---Gewerkschaftliche Beratung---
am 1. Donnerstag im Monat 20-21 Uhr im Strandcafe (79098 FR, Grethergelände Adlerstr. 12)

Informieren - Diskutieren - Organisieren …. Direkte Aktion. Wir kriegen nur wofür wir kämpfen !

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Die FAU. Wer wir sind, was wir wollen.

Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation. Sie besteht aus unabhängigen lokalen Gewerkschaften, den Syndikaten. Bei uns werden die Entschei­dungen von der Basis getroffen.

Als Organisation von Lohnabhängigen kämpfen wir für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen.

Statt der herrschenden Ausbeutung, Zerstörung und Unterdrückung von Mensch und Natur setzt sich die FAU für eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ein, die auf Solidarität und Selbstverwaltung basiert und in der alle ein gutes Leben führen können.

Als Lohnabhängige verfügen wir über die uns eigene Macht, den reibungslosen Ablauf der Lohnarbeit zu unter­brechen. Unsere Ziele wollen wir bevorzugt auf direktem Weg erreichen. Wir bedienen uns im Arbeitskampf deshalb derjenigen Mittel, die unmittelbaren Druck auf die Gegenseite ausüben. Wir bezeichnen das als „Direkte Aktion“.

Der Kapitalismus ist nicht alternativlos. Er ist kein Naturgesetz, sondern ein von Menschen geschaf­fenes Machtverhältnis, das durch kollektives Handeln der Arbeitenden aufgehoben werden kann.