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OG - 04.11.07FAU Magdeburgc/o Blaue Welt ArchivThiemstr. 13 39104 Magdeburg email: faumd@fau.org Unser (vorläufiges) Selbstverständnis als lokale FAU-Gruppe Magdeburg findest du auf der folgenden Seite. |
News - 30.10.07Selbstorganisiert – Widerständig – QUERIm April 2007 konnte die Arbeitslosenzeitung quer - ein Projekt der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO) – ihr 22jähriges Bestehen feiern. Und ein Grund zum Feiern war das wirklich: für die „quer“, denn sie hatte bis dahin schon einige ihre Existenz bedrohenden Klippen umschiffen müssen; für Erwerbslose, denn sie ist eine unschätzbare Stütze im alltäglichen Kampf für unsere Interessen und als Forum für Diskussionen, die es ermöglichen, Positionen klarer und schlagkräftiger zu formulieren. „quer“ ist ein unabhängiges Blatt, das weder von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen noch von Wohlfahrtsverbänden getragen wird. Die redaktionelle Arbeit wird von engagierten Erwerbslosen und deren (selbst-)organisierten politischen Zusammenhängen aus Ost (weniger) und West (mehr) gemacht. Durch Themenwahl und Art der Berichterstattung setzt sich quer mit den rastlos umgetriebenen Globalisierungsgespenstern ebenso auseinander wie mit nationalistischer Standortlogik und begreift stattdessen Massenerwerbslosigkeit und Armut nach wie vor als Teil des alltäglichen kapitalistischen Normalvollzugs. „quer“ will Erwerbslosigkeit weder auf "individuelles menschliches Versagen" noch auf Konzepte reduziert wissen, die mehr oder weniger offen "Arbeit um jeden Preis" bis hin zu Zwangsarbeitsszenarien favorisieren. |
News - 23.08.07Anarchie!Horst Stowasser am 2.9. in der "Linkskurve" Bunt, bizarr und widersprüchlich, verführerisch für die einen, Inbegriff des Bösen für die anderen, zieht sich die Idee der Anarchie durch die Geschichte der Menschheit. Ist sie ein weltfremder Traum oder ein noch zu realisierender Entwurf? Horst Stowasser, Herausgeber und Autor diverser Bücher und Zeitschriften zu sozialen und politischen Themen und selbst politisch seit Jahrzehnten aktiv, berichtet in seinem Buch von Versuchen, diese Vision zu verwirklichen. Anarchie, ein Wort, das von jeher Schrecken ausgelöst hat, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als faszinierende Wundertüte. Sie will das »brutale« Chaos der heutigen Gesellschaft durch das »sanfte« Chaos vernetzter horizontaler Strukturen ersetzen, in der die Herrschaft des Menschen über sich und die Natur überflüssig wird. Die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen lassen das Interesse an sozialen Entwürfen wieder wachsen, die bisher im Schatten standen. |
News - 21.02.07Faschismus und soziale FrageDer Faschismus kehrt trotz seiner katastrophalen Vorgeschichte in die Mitte der Gesellschaft zurück. Ein wesentliche Rolle bei dieser Entwicklung spielt die so genannte „sozialen Frage“, die zunehmend in den Brennpunkt des Geschehens rückt. Immer größere Gesellschaftsgruppen verarmen, verlieren ihre sozialen Sicherheiten und werden ausgegrenzt. In dem Maße, wie sich ein Großteil der politischen Linken aus deren Lebenswelten verabschiedet, entdecken die neuen Nazis das Potential, was für sie in dieser Frage liegt. Wie ist das zu erklären, und welche Folgen hat das für uns? Anhand historischer und aktueller Entwicklungen wird der Referent diesen Fragestellungen nachgehen und dabei auch die Situation in Sachsen-Anhalt mit anderen Regionen vergleichen. |
News - 14.02.07Drohende Eskalation in ChiapasGruppe B.A.S.T.A.Paramilitärs verantwortlich für Landraub und illegalen Handel / Regierung deckt Vorgehen / Zapatistas kündigen Widerstand an In einem aktuellen Kommuniqué vom 10. Februar warnt die Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung (EZLN) die paramilitärische Gruppierung “Organisation zur Verteidgung der Ureinwohner- und Bauernrechte” (OPPDIC) vor weiteren Aktivitäten in den zapatistisch kontrollierten Gebieten im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas. |
News - 14.02.07Kolumbien: Morddrohungen gegen Coca-Cola GewerkschafterHeute kam die Nachricht, dass es eine neue Morddrohung gegen den Präsidenten der Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal Javier Correa, und andere Mitglieder von Sinaltrainal gab. Die Drohung wurde am 10. Februar 2007 unter der Tür des Gewerkschaftsbüros der CUT in Bucaramanga durchgeschoben. (Die CUT ist der kolumbianische Gewerkschaftsdachverband.) |
News - 12.02.07Wohnräume wegen Hartz IV gesperrtHartzIV und weitere Folgen:Viele Arbeitslose sollen auf Zimmer in ihrer Wohnung verzichten. Zahlreiche Hartz-IV-Empfänger sollen Abstriche bei Qualität und Größe ihrer Wohnungen hinnehmen. Die Wohnungsgesellschaften in Halle, Dessau und Magdeburg sperren nach Absprache mit der Agentur für Arbeit einzelne Räume oder legen dort zumindest die Heizung still. Betroffen sind Wohnungen, die laut Hartz IV zu groß sind. |
News - 24.01.07Bewegung, Revolte, Underground in WestberlinDie West-Berliner Zeitung Agit 883 spielte für die dortige Linke als Medium der Gegenöffentlichkeit in den Jahren 1969 bis 1972 eine wesentliche Rolle. Sie war das auflagenstärkste Organ des parteiunabhängigen Linksradikalismus jener Tage, ihr Ruf strahlte auch weit in die Bundesrepublik aus. Die Redaktionsräume der Zeitung waren der Ort von Begegnungen und lautstark wie zum Teil handgreiflich ausgetragenen Konfrontationen innerhalb des linken Spektrums: Anarchisten trafen hier auf Maoisten, Antiimperialisten waren mit engagierten Mitgliedern von Basisgruppen konfrontiert, Sozialisten versuchten sich einen Reim auf Hasch- und Wermutrebellen sowie rote Bauarbeiter zu machen. Musiker verfolgten die Redaktionsdebatten genauso wie angehende Journalisten. In den öffentlichen Redaktionstreffen der 883 verdichtete sich, was die Linke jener Tage in Szenelokalitäten, Kommunen und Wohngemeinschaften geredet, nachgedacht und nächtelang diskutiert hatte. |
News - 13.12.06Gate Gourmet: Auf den Geschmack gekommenFür hiesige Verhältnisse fast unglaubliche sechs Monate streikten vom Otober 2005 bis April 2006 die Arbeiterinnen und Arbeiter bei Gate Gourmet am Düsseldorfer Flughafen. Gate Gourmet ist einer der größten Airline-Caterer, gehört der Texas Pacific Group und wird von der Unternehmensberatung McKinsey beraten. Der Streik war unter mehreren Gesichtspunkten paradigmatisch. Über den Kampf »gegen Arbeitshetze und Lohnklau« hinaus artikulierte er den Protest und Widerstand gegen moderne Managementtechniken der »Selbstaktivierung« und »Selbststeuerung«, wie sie auch gegen Hartz-IV-EmpfängerInnen eingesetzt werden. |
News - 13.12.06Heute bleibt die Kantine kalt!Der Widerstand im Flüchtlingslager Blankenburg.Vortrag und Diskussion mit der Antirassismusinitiative OldenburgVom 4. bis zum 31. Oktober befanden sich die Flüchtlinge des 7 Kilometer von Oldenburg entfernten Ein- und Ausreiselagers Blankenburg im Streik. Konkret heißt das: Sowohl das Kantinenessen als auch die 1 Euro-Jobs wurden boykottiert. Die Streikenden fordern stattdessen die Auszahlung von Bargeld und das Recht, ihre Nahrung selbstbestimmt zubereiten zu können. Darüber hinaus wird eine angemessene und hiesigen Standards angepasste Gesundheitsversorgung gefordert. Grundsätzlich machen sich die BewohnerInnen für eine dezentrale Unterbringung in eigenen Wohnungen nach spätestens 3 Monaten stark. Die meisten BewohnerInnen leben bereits seit über einem Jahr, viele 2 Jahre und länger in Blankenburg. |
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