log in     
  Aktuell
  Über uns
  vor Ort
  Berlin
  Bielefeld
  Bonn
  Bremen
  Dresden
  Duisburg
  Düsseldorf
  Erfurt / Jena
  Flensburg
  Frankfurt am Main
  Freiburg
  Halle
  Hamburg
  Hameln
  Hannover
  Karlsruhe
  Kiel
  Koblenz
  Köln
  Leipzig
  Lich
  Magdeburg
  Mannheim
  Moers
  München
  Münster
  Neustadt - Weinstrasse
  Nürnberg
  Regensburg
  Rostock
  Solingen
  Stuttgart
  im Betrieb
  Kontakt
  Direkte Aktion
  Jugend
  Texte
  Links
  M31

IT´S TIME TO ORGANIZE

Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation, die aus lokalen Syndikaten und Gruppen besteht. Wo es welche gibt, erfährst du im Verzeichnis vor Ort oder im Betrieb.
Infos wie Du bei uns mitmachen kannst, findest Du in unseren Statuten und bei Über uns

 

FAU-NEWS AUF DEN SCHREIBTISCH?

Du willst die jeweils 10 aktuellsten Meldungen von www.fau.org immer aktuell auf dem Schreibtisch haben oder sie in deine eigene Website einblenden? Kein Problem mit unserem RSS-Newsfeed

 



 

OPEN SOURCE

Diese Website ist auf der Basis des Open Source Web- Applicationservers ZOPE programmiert, der kostenlos unter www.zope.org heruntergeladen werden kann.

 

 

 

 


News - 09.01.14 von fauffm5

Gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen und guten Lohn!

Gärtner_innen – Offensive 2020

Willst du einen Tag glücklich sein, betrinke dich!
Willst du ein Jahr glücklich sein, heirate!
Willst du ein Leben lang glücklich sein, werde Gärtner!
(chinesisches Sprichwort)


Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wer in den letzten Jahren im Gartenbau beschäftigt war weiß, dass die glücklichen Tage unseres Berufszweiges – sollte es sie je gegeben haben – lange vorbei sind. Oftmals lange unbezahlte An- und Abfahrtszeiten zur Baustelle, mangelhafter oder gleich ganz fehlender Arbeitsschutz (Sicherheitsschuhe, Gehörschutz, Schnittschutzkleidung, Handschuhe), die Hälfte des Jahres in Kälte, Regen und Schlamm schuften, gesteigerte Arbeitshetze und das alles immer öfter zu Niedriglöhnen. Im Winter wird ein Teil der Belegschaft mangels Arbeit ganz entlassen und ist nach erlittener Arbeitsamtsschikane froh, ab April wieder ran zu dürfen. An Urlaubs- oder Weihnachtsgeld ist nicht zu denken und Bildungsurlaub wird aus Angst vorm Chef schon gar nicht beantragt. So sieht`s für die meisten von uns aus - Besserung nicht in Sicht.
Im Gegenteil!
Durch die komplette Durchkapitalisierung der Gesellschaft und die so genannte Schuldenbremse, beginnen zunehmend auch Städte, Gemeinden und stadteigene Gesellschaften an der Preisschraube zu drehen. Pflegeaufträge für städtische Liegenschaften und die Gärten von Wohnanlagen gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaften werden neu ausgeschrieben und an Billiganbieter vergeben. Diese beauftragen in der Folge Subunternehmen, die die Angestellten zu Dumpinglöhnen schuften lassen. Auch Ein-Euro-Jobber wurden schon in städtischen Anlagen gesichtet. Gartenbauunternehmen, die noch - den sowieso zu niedrigen - Tariflohn zahlen, können mit den Preisen der Billiganbieter oftmals nicht konkurrieren und verlieren Aufträge. Den Preis dafür bezahlen letztendlich wir, die angestellten Gärtner und Gärtnerinnen. Denn für uns führt der zunehmende Preisdruck der Unternehmen untereinander zu gesteigerter Arbeitshetze und Stress. So wird fachgerechter Handschnitt an Gehölzen zunehmend durch den immer gleichen, hässlichen Maschinenschnitt ersetzt, was auch mit ständigem Lärm und dem Einatmen der Abgase verbunden ist. Beides macht auf Dauer krank! Gehen größere Aufträge nach Neuausschreibungen verloren, werden entweder die Löhne gekürzt oder wir werden gleich ganz entlassen.
Ob Gartenlandschaftsbau, Baumschule, Gartenpflege oder Friedhofsgärtnerei, ob Gemüse- oder Zierpflanzenbau, die Probleme unserer Berufssparte sind vielfältig. Da die meisten Kolleginnen und Kollegen im Gartenbau nicht gewerkschaftlich organisiert sind und viele noch nicht einmal über ihre grundlegendsten Rechte als Arbeitnehmer_innen informiert sind, fällt die Gegenwehr im Betrieb oft schwer. Das soll sich ändern!
Denn wir denken es reicht!

Schluss mit den Niedriglöhnen im Gartenbau! Nur wer seine Rechte kennt kann sie auch durchsetzen. Um uns besser gegen die Zumutungen unseres Jobs/unserer Chefs/unseres Berufszweiges wehren zu können und uns dabei auch gegenseitig zu unterstützen, müssen wir uns zuallererst einmal kennenlernen.

Deshalb:
Offener Gärtner_innentreff

am Donnerstag, den 16. Januar 2014
um 19 Uhr in den Räumen des AKU (Arbeitskreis Umwelt) Wiesbaden
Rüdesheimer Straße 19 im Rheingauviertel
Und ab dann jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat (13.02./27.02./13.03./27.03.)

- Austausch über unsere Arbeitsbedingungen
- Was sagen die unterschiedlichen Tarifverträge im Gartenbau
- Rechtshilfetipps - Wie kann ich mich wehren? Was steht mir zu?

Gebt das Flugblatt und die Termine an eure Kollegen und Kolleginnen weiter!
Organisiert euch in der Sektion Gartenbau der FAU (Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-
Union).
Gemeinsam sind wir stark. Gute Löhne für gute Arbeit - nein zu Ausbeutung und Niedriglohn. Für glückliche Gärtner_innen!

Telefonkontakt:
Mittwoch – Donnerstag 18-20 Uhr und Sonntag 19 -21 Uhr unter 0176-51672990
Email: gartenbau-ffm@fau.org
Postadresse:
Sektion Gartenbau in der FAU
c/o AKU-Wiesbaden
Rüdesheimer Straße 19
65197 Wiesbaden
oder:
Sektion Gartenbau in der FAU
Mühlgasse 13
60486 Frankfurt/Main


  Suche:
 

Die FAU. Wer wir sind, was wir wollen.

Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation. Sie besteht aus unabhängigen lokalen Gewerkschaften, den Syndikaten. Bei uns werden die Entschei­dungen von der Basis getroffen.

Als Organisation von Lohnabhängigen kämpfen wir für die Verbesserung unserer Lebensbedingungen.

Statt der herrschenden Ausbeutung, Zerstörung und Unterdrückung von Mensch und Natur setzt sich die FAU für eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ein, die auf Solidarität und Selbstverwaltung basiert und in der alle ein gutes Leben führen können.

Als Lohnabhängige verfügen wir über die uns eigene Macht, den reibungslosen Ablauf der Lohnarbeit zu unter­brechen. Unsere Ziele wollen wir bevorzugt auf direktem Weg erreichen. Wir bedienen uns im Arbeitskampf deshalb derjenigen Mittel, die unmittelbaren Druck auf die Gegenseite ausüben. Wir bezeichnen das als „Direkte Aktion“.

Der Kapitalismus ist nicht alternativlos. Er ist kein Naturgesetz, sondern ein von Menschen geschaf­fenes Machtverhältnis, das durch kollektives Handeln der Arbeitenden aufgehoben werden kann.