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Soli - 20.11.11 von faudd4

Bericht: Kundgebung am 18.11. Bally Wulff Dresden

Gestern unterstützte das Allgemeine Syndikat Dresden (FAU, FdA) zusammen mit Einzelpersonen aus dem Libertären Netzwerk Dresden (FdA) den Arbeitskampf eines Beschäftigten der Firma Bally Wulff aus Berlin mit einer Kundgebung.

Im Vorfeld hatte das Allgemeine Syndikat Dresden (ASD) einen Aufruf (Link) veröffentlicht, in dem es den aktuellen Fall beleuchtete und erklärte warum die Veranstaltung jede*n Lohnabhängige*n angeht. Um 10:30 Uhr begann der Protestposten vor der Filiale des Unternehmens in Dresden Kaditz. Nach kurzem Gespräch mit einem Angestellten des Betriebs, der allerdings wenig Interesse an weiterem Austausch zeigte, bauten wir unseren Infostand auf, um nicht nur über den aktuellen Arbeitskampf sondern auch über die FAU allgemein und Kampagnenthemen wie Leiharbeit und Streikrecht zu informieren. Dazu wurden Flugblätter an Bally-Wulff-Kund*innen und Vorbeikommende aber auch Beschäftigte der benachbarten Betriebe verteilt. Hier erhielten wir tatkräftige Unterstützungen von anderen Menschen aus dem Libertären Netzwerk Dresden und Freund*innen des Syndikats. Auf dem Flugblatt wurde der Erhalt der Lohn-, Urlaubs- und Arbeitszeitkonditionen, sowie die weitere Beschäftigung als Fachkraft für unsern Kollegen gefordert. Die Reaktionen der angesprochenen Passant*innen war überwiegend freundlich und verständnisvoll. Einige mal wurde der Gewerkschaft Glück gewünscht und die Hoffnung auf mehr solches entschlossenes Engagement in Sachen Arbeitskampf geäußert. Im Betrieb selbst blieb es dagegen sehr ruhig, eine größere Zahl an Arbeitnehmer*innen bekam der Solidaritätsposten nicht zu Gesicht.

Kurz vor 15:00 Uhr wurde die Kundgebung nach mehr als 4 Stunden beendet. Die restlichen Flugblätter wurden an den umstehenden Autos verteilt, um auch die Mitarbeiter*innen in den umliegenden Betrieben über ihren Nachbarn zu informieren. Bei der abendlichen Auswertung im „Trotzdem“ wurde die Arbeit des Syndikats als positiv bewertet. Einzig mehr personelle Solidarität von außerhalb wäre beim nächsten mal wünschenswert, da das Teilnehmen an Kundgebungen zu regulären Arbeitszeiten nur für einen kleinen Teil des Syndikats möglich ist.

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