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Ausbeutung von Leiharbeitern und FremdfirmenNews - 23.11.2009 von alternative-info.org
"Daimler spart sich in die schwarzen Zahlen" (Stuttgarter Zeitung)
Die SWR-Landesschau berichtet, daß der bekannte Autor Günter Wallraff schikanierten KollegInnen seine Unterstützung angeboten hat. Nur unsere Personalleitung fühlt sich nicht zuständig. Unter diesen Umständen saubere Arbeit abzuliefern, ist unmöglich. Wenn es dann Reklamationen gab, hieß es vom Objektleiter Herr K., ich würde meine Arbeit nicht ordentlich machen und sei ein Versager." Diese Aussagen sind eine Auswahl. Es liegen noch weitere, nicht weniger haarsträubende vor. Willkür ohne gleichen Genauso haarsträubend war die Vorgehensweise der Fa. Klüh gegenüber den KollegInnen, als sie sich in ihrer Not an Kollegen vom Daimler-Betriebsrat gewandt hatten. Brutale Einschüchterungsversuche sollten sie zum Schweigen bringen. Doch die Klüh-Vorgesetzten waren zu weit gegangen. Und die KollegInnen nicht länger bereit alles zu schlucken: "Wir müssen das jetzt an die Öffentlichkeit bringen, sonst hört das nie auf. Vielleicht zwingt das den Daimler zukünftig nicht bloß wegzuschauen, wenn wir schikaniert werden!" Wir haben sofort die Untertürkheimer Personalleitung, H. Mauser und H. Layer, informiert, als uns diese Zustände bekannt wurden. Und gefordert, dass sie eingreift. Werkleitung schaut weg Das sei doch ein selbständiges Unternehmen, da könne man sich nicht ohne weiteres einmischen, hieß es. Nach wie vor entzieht sich die Werkleitung ihrer Verantwortung: Daimler geht in einer Stellungnahme gegenüber dem SWR davon aus, dass ihre Dienstleister-Fremdfirmen sich an Gesetze halten. Wegschauen mit System Doch so blauäugig kann kein Mensch sein. Denn für solche Zustände sind nicht nur Firmen wie Klüh selbst verantwortlich. Sondern auch ihre Auftraggeber aus der Industrie. Denn sie drücken ständig die Preise. Sie profitieren durch Fremdvergabe von den Hungerlöhnen im Niedriglohnsektor. Und der breitet sich im Betrieb aus wie ein Krebsgeschwür, bis hin zur Materialversorgung der Bänder. Daimler nimmt diese Zustände billigend in Kauf: so spart sich der Vorstand in die schwarzen Zahlen und höheren Profite. Gemeinsam gegen Lohndumping Diese Verhältnisse müssen abgeschafft werden. Auch weil sie das Einfallstor für Verschlechterungen für die Stammbelegschaft darstellen. Gegen Daimlers "Wegschauen mit System" muss öffentlicher Druck aufgebaut werden. Da ist auch der Betriebsrat gefordert. Günter Wallraffs Unterstützung für die ausgebeuteten Klüh-KollegInnen ist ein erster wichtiger Schritt. Weitere müssen folgen. Und zwar schnell. Zum Schutz der Kollegen aus Fremdfirmen und deren Leiharbeitern. Zum Schutz von uns allen vor diesen Zuständen! Quelle: www.alternative-info.org Für die Kolleginnen und Kollegen im Daimler-Werk Untertürkheim, Nr. 76, 18. November 2009 Kein box_content vorhanden... |
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23.05.2012 - Quelle: http://www.fau.org/syndikate/leiharbeit/art_091123-193819 |