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IT´S TIME TO ORGANIZE

Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation, die aus lokalen Syndikaten und Gruppen besteht. Wo es welche gibt, erfährst du im Verzeichnis vor Ort oder im Betrieb.
Infos wie Du bei uns mitmachen kannst, findest Du in unseren neuen Statuten und bei Über uns

 

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Syndikate - 20.05.05 von Osna

Bildet Bildungssyndikate! Selbstdarstellung des BSy Osnabrück

Alle Jahre wieder regt sich an den Unis etwas Protest. Zum Beispiel gegen die Streichung von Studiengängen, gegen die zunehmende Vereinheitlichung und Normierung des Bildungsangebotes oder gegen Studiengebühren. Die neoliberale Ausrichtung der Universitäten hin zu verwertbaren Ausbildungsanstalten lässt ab und zu Protestwellen aufschwappen und ebenso schnell wieder verebben. Außer dem Asta und den Fachschaften gibt es aber kaum handlungsfähige Strukturen, die Widerstand auch im Alltag durchhalten und langfristig vielleicht sogar Verbesserungen erstreiten könnten. Darum haben wir uns im Bildungssyndikat Osnabrück organisiert. Unser Konzept ist das studiengangübergreifende Engagement von unten und nicht die fachbereichsbezogene Arbeit der Fachschaften oder die Vertretung aller Studierenden durch den AStA.

Unsere Stärke sind wir selbst

Wir sind zurzeit eine kleine Gruppe von Studierenden, die begonnen hat sich außerhalb der etablierten Strukturen (Hochschulgruppen und Fachschaften) zu organisieren. Wir wollen in der Hochschulpolitik eigene Akzente setzen, uns an Protesten beteiligen aber vor allem auch konkrete Selbsthilfe organisieren. Gegen die um sich greifende Vereinzelung setzen wir einerseits den Aufbau solidarischer Strukturen, andererseits eine kontinuierliche Widerstandspraxis.


Zum Beispiel

Wir wollen im Bildungssyndikat eine Art „Studienberatung von unten“ leisten und einen Raum schaffen mit unseren Alltagsproblemen umzugehen und diese auch anzugehen. Wir wollen selbst Bildungsveranstaltungen, Seminare und Vorträge organisieren. Wir wollen versuchen bei Konflikten mit der Unileitung, einzelnen Profs oder auch im Bereich unser Teilzeitjobs gemeinsam aufzutreten und zu handeln. Die Vielfalt unserer Aktionsformen ist uns dabei wichtig. Ob wir Anwesenheitslisten entwenden oder fälschen, Protestbriefe schreiben, Missstände aufdecken oder Streikaktionen der Universitätsangestellten unterstützen – es gibt viele Wege sich zu bewegen und der herrschenden Konkurrenzlogik etwas entgegenzusetzen. Wichtig ist uns auch die Beteiligung an der Protestbewegung gegen Bildungs- und Sozialabbau. Eine ausschließliche Fixierung auf Studierende wollen wir nicht. Auch Lehrende und Angestellte der Universität sind im Bildungssyndikat mit ihren Idee, Anregungen, alltäglichen Erfahrungen und Kämpfen willkommen.


Perspektive

Uns ist klar, dass die Abwehr von Angriffen auf unsere Lebensbedingungen oder gar die Verbesserung dieser Verhältnisse ein langer Weg ist. Aber eine Alternative dazu sehen wir nicht. Für uns hat dieser Weg aber auch ein klares Ziel: Eine Gesellschaft in der die Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und immer mehr jenseits von strukturellen Hierarchien und kapitalistischen Sachzwängen organisieren. Dementsprechend verstehen wir unter Bildung eben nicht Verwertungslogik und Konkurrenz sondern Selbstentfaltung und Kooperation.


Anarchosyndikalismus

Unser Ansatz ist nicht neu, sondern hat eine Tradition und in vielen Ländern eine lebendige Praxis. Wir verstehen uns als Teil der anarchosyndikalistischen Gewerkschaftsbewegung. Ihre Prinzipien des gleichberechtigten Miteinanders, der gegenseitigen Hilfe und der Direkten Aktion (statt Stellvertreterpolitik) sind die Grundlagen unserer Tätigkeit. Darum haben wir uns mit Gruppen aus anderen Städten und Branchen in der Freien ArbeiterInnen Union organisiert (www.fau.org). Die wiederum ist mit anderen anarchosyndikalistischen Gewerkschaften weltweit – wie etwa der spanischen und französischen CNT oder der italienischen USI – in der Internationalen ArbeiterInnen Assoziation föderiert. So können wir eine Solidarität aufbauen, die nicht vor Branchen oder Ländergrenzen halt macht.

Treffen

Wir treffen uns jeden Donnerstag ab 19 Uhr im Cafe Mano Negra (Alte Münze 12). Um bei uns mitmachen zu können muss mensch natürlich weder „bekennender Anarchosyndikalist“ sein noch in „unseren Club“ (die FAU) eintreten. Schaut einfach mal vorbei. Wir freuen uns immer über neue Gesichter.

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