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Schwarze Listen
Im Rahmen der Kampagne beabsichtigen wir auch, offenzulegen, welche Unternehmen und Einrichtungen von unbezahlter Arbeit Gebrauch machen. Hierfür erstellen wir sog. „schwarze Listen“, die wir mit der Zeit veröffentlichen wollen. Diese erfüllen einen doppelten Zweck: zum einen soll das Problem der unbezahlten Arbeit weniger abstrakt gehalten, also konkret sichtbar und die jeweiligen Nutznießer verantwortlich gemacht werden. Zum anderen sollen sie darauf aufmerksam machen, welche Betriebe man als ArbeitnehmerIn besser meiden und als KonsumentIn besser boykottieren sollte.
Aktion gegen Ausbeutung bei "Reds Deli" Maria L. (Name geändert) arbeitete drei Monate lang bei Reds Deli und erhielt 4,50 Euro pro Stunde. Das Trinkgeld wurde von ihrem Chef Daniel Park einbehalten. Um ihre Bezahlung musste sie regelrecht betteln. Für ihren Chef gab es in solchen Situationen immer etwas wichtigeres zu tun. Mehrmaliges Nachfragen und 30- 60 minütiges Warten waren normal. Im August fragte Maria nach einem regulären Arbeitsvertrag. Zunächst wiegelte D. Park ab, da er nicht genügend Geld für einen Anwalt habe, der den Vertrag formulieren müsse. Schließlich brauche er das Geld für neue Tische. Nach mehrmaligem Nachfragen war D. Park dann doch bereit, zumindest für zwei Wochen eine Lohnabrechnung auszustellen. Arbeiten könne sie aber nicht mehr im Reds Deli; sie sei gekündigt. [Lesen:...] indymedia.org 28.09.2009 18:04 Themen: Soziale Kämpfe
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