Allgemeines zu unbezahlter Arbeit und dem Drumherum

Unbezahlte Arbeit ist ein um sich greifendes Phänomen inmitten der Arbeitswelt. Sie gibt es flächendeckend, in fast allen Bereichen. Ob Probeschichten, Praktika, Lehraufträge, Umwandlung von bezahlten Stellen in Ehrenämter oder der einfachen Lohnverweigerung – immer mehr Menschen erledigen Jobs (nahezu) ohne Entlohnung. Oft, weil ihnen keine andere Wahl bleibt, oft, weil sie sich etwas davon erwarten. In der Regel aber wird dies als individuelles Problem gesehen, als ein Zustand, gegen den man selbst nichts machen kann oder den man (kurzfristig) in Kauf nehmen muss. Doch unbezahlte Arbeit betrifft uns alle! Jedes mal, wenn wir unentgeltlich oder gegen symbolische Almosen einen Job erledigen, werden wir selbst zu Lohndrückern, werden zu Faktoren der Verdrängung regulärer Beschäftigung. Wir schaden damit nicht nur uns selbst, wir schwächen die Position aller Lohnabhängigen. Derartige Arbeitsverhältnisse werden dadurch zunehmend standardisiert. Unternehmer und Einrichtungen drehen bewusst an dieser Spirale. Sie forcieren derartige Verhältnisse, um durch billige Arbeitskräfte mehr Gewinn zu machen oder mehr einzusparen.

Das Ausufern der unbezahlten Arbeit in ihren verschiedenen Formen steht im Zusammenhang der neoliberalen Offensive und der allgemeinen Prekarisierung. Auf dieser Seite findest du allgemeine Informationen zu unbezahlter Arbeit, unabhängig von ihrer jeweiligen Form, und zusammenhängende Themen.


„Vom Tellerwäscher zum Revolutionär...? Die Arbeitsbedingungen im deutschen Hotel- und Gaststättengewerbe gehören zu den schlechtesten im Lande. Die Situation ist mies, aber nicht hoffnungslos.“

„Wer nichts wird, wird Wirt“ lautet ein geflügeltes Wort. Und zur Genüge gibt es Leute, die diesem verheißungsvollen Ruf des vermeintlich schnellen Geldes folgen: Sowohl als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, als auch auf Seite der Angestellten. Für letztere endet dies jedoch zumeist in Schinderei, Prekarität und Hungerlöhnen. [Lesen:...]

(Artikel aus der Direkten Aktion, Nr. 180 (März/April 2007);
behandelt generell die Arbeitsbedingungen in der Gastronomiebranche, in der Hungerlöhne, Probearbeit und Lohnverweigerung auf der Tagesordnung stehen)


„Besonders prekäre Arbeitsbedingungen.“

An dieser Stelle beschäftigen wir uns mit den speziellen arbeitsrechtlichen Bedingungen in der Gastronomie und ähnlichen sehr kundenorientierten Bereichen. Im Wesentlichen sollen folgende Themen behandelt werden: Befristung, Teilzeitarbeit, Minijobs, Arbeit auf Abruf. Diese spielen zwar in allen Arbeitsbereichen eine Rolle, aber gerade hier werden sie besonders exzessiv angewendet und von den ArbeitgeberInnen gnadenlos ausgenutzt. [Lesen:...]

Aus der Direkten Aktion, Nrn. 180 (März/April 2007) -181 (Mai/Juni 2007);
Rechtliches zu den Arbeitsbedingungen in der Gastronomie und anderen kundenorientierten Bereichen


„Arbeitsrecht für alle“

Um den Dschungel des Arbeitsrechts durchblicken zu können, haben wir hier einige wichtige Gesetze in einer allgemein verständlichen Sprache zusammengetragen. Die Gesetze finden sich in der Arbeits- und Sozialordnung. Oft haben arbeitsgerichtliche Urteile Gesetzescharakter, deshalb haben wir auch einige von diesen aufgenommen. Die Gesetzestexte müssen mit den Tarifverträgen und/oder Betriebsvereinbarungen (falls vorhanden) so ausliegen, dass ArbeitnehmerInnen hier während der Arbeitszeit immer Einblick haben können. Ob als Praktikant oder Probearbeiterin, mit den Grundlagen des allgemeinen Arbeitsrechtes sollte man vertraut sein. [Lesen:...]


„Formen der unbezahlten Arbeit“

Unbezahlte Arbeit existiert in vielerlei Formen. Im Folgenden findest du eine kleine Auflistung der verschiedenen Typen jener Überausbeutung: [Lesen:...]


„Ein Quell der Prekarität. Die Hochschule als Haus und Herd von unbezahlter Arbeit.“

Unbezahlte Arbeit findet sich nicht nur etwa dort, wo Menschen z.B. ehren­amtlich tätig sind, sondern in fast allen Bereichen, wo direkt oder indirekt Mehr­wert erzeugt, also Lohnarbeit geleistet wird. Dies betrifft auch zunehmend das beschriebene Studierenden- und Hoch­schulmilieu; sei es die Studentin, die als Jobberin unbezahlte Probeschichten verrichtet, der Student, der zwei Pflicht­praktika im Rahmen seines Studiums un­bezahlt erledigt (und womöglich als Ab­solvent noch zwei freiwillige dran hängt), oder Studierende, die als TutorInnen und DozentInnen unbezahlte Lehraufträge ableisten... [Download als PDF (ca. 3,7 MB):...]

Artikel von Holger Marcks in der „Out of Dahlem“,
Nr. 7 (SoSe 2008), S. 60-63


Arbeiten? Aber nicht umsonst!

Die Arbeit wird knapper. Verantwortlich wird zumeist – verkürzt – eine Automatisierung der Arbeit, also im weitesten Sinne der Ersatz von Menschen durch Maschinen, und die Globalisierung des Arbeitsmarktes gemacht. Umso knapper die Arbeit wird, umso begehrter scheint sie auch zu werden. So begehrt, dass viele sogar bereit sind umsonst zu arbeiten. [Lesen:...]

Nov 20th, 2009 • Kategorie: November/Dezember 2009, Wirtschaft und Soziales



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(Anm.: Diese Seite befindet sich zu großen Teilen noch im Aufbau. Die Materialien zu den jeweiligen Themen werden Stück für Stück ergänzt. Solltest du etwas wichtiges vermissen, so bitten wir dies zu entschuldigen.)

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