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Willkommen auf der Seite der Kampagne „Keine Arbeit ohne Lohn!“ Hierbei handelt es sich um eine gewerkschaftliche Initiative der Freien ArbeiterInnen-Union (FAU) Berlin. Wir wollen damit Standards setzen: gegen die Überausbeutung in Probeschichten, in Praktika, in Lehraufträgen und in jeglicher anderer Form der besonders prekären Arbeit. (genaueres siehe hier)
Ist Lohnarbeit, also die allgemeine Form kapitalistischer Ausbeutung, überhaupt ein Übel, dem es sich zu erwehren gilt, so gilt dies umso mehr für Arbeiten, die uns nicht mehr als Hungerlöhne einbringen. Wir sind der Überzeugung, dass wir dem nur ein Ende setzen können, wenn wir gemeinsam als Lohnabhängige dagegen streiten. Und diese Kampagne, soll dabei helfen, eine gemeinsame Strategie gegen jene Ausbeutung zu entwickeln, der wir momentan recht hilflos und vereinzelt gegenüber stehen. Die Kampagne konzentriert sich im Wesentlichen zunächst auf die Bereiche der Probearbeit, der Praktika und von Lehraufträgen, nimmt die unbezahlte Arbeit doch zur Zeit in dieser Gestalt Überhand. Mit der Zeit soll auf dieser Seite zu jenen Bereichen Informationen und Materialien gesammelt werden. Ziel ist es zunächst, für dieses Problem zu sensibilisieren. In praktischer Hinsicht haben wir uns vorgenommen, zunächst einmal unsere Kräfte darauf zu verwenden, das Problem der unbezahlten Probeschichten soweit wie möglich aus unserer Stadt zu verbannen (siehe Aufruf) Auch wenn wir uns darüber im Klaren sind, dass wir uns als Vorbedingung für weiteres Handeln organisieren müssen, so tappen wir derzeit noch im Dunkeln, wie dieses Handeln konkret aussehen kann oder muss. Dies zeugt weniger von Ahnungslosigkeit als davon, dass wir damit neues Terrain begehen. In ihrer jetzigen Ausrichtung haben die etablierten Gewerkschaften der um sich greifenden Prekarisierung nichts entgegenzusetzen und müssen hilflos zusehen, wie die Arbeitsrechte immer mehr ausgehöhlt werden. Wir sind gezwungen, selbst Antworten darauf zu finden und gewerkschaftliche Kampfmethoden zu entwickeln, die dem effektiv entgegenwirken, wenn die lohnabhängige Bevölkerung nicht immer mehr versklavt werden soll. Diese Seite soll also dabei helfen, mit der Zeit Wege und Mittel für eine kämpferische Gewerkschaftspraxis gegen jegliche Form der (fast) unbezahlten Arbeit zu entdecken. Wir freuen uns über jeden und jeden, der/die sich an ihrem Aufbau beteiligt und uns nützliche Hinweise auf verwendungsfähige Texte und Links gibt (Kontakt). Jeglicher Bericht über eigene Erfahrungen (siehe Fragebogen) mit unbezahlter Arbeit ist uns ebenso willkommen.
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