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Internationales - 05.08.07 von Internationales Sekretariat der FAU-IAA

Der Mercadona-Streik ist beendet, Goliath weigerte sich zu verhandeln

Erklärung der Streikenden zum Ende des Mercadona-Streiks in Spanien

Wir haben eine Einigung erzielt, die wir nicht erwartet hatten, und wenn wir gut darüber nachdenken und die gegenwärtige Situation in Betracht ziehen, sind wir zufrieden damit. Wir lassen nicht zu, dass auch nur ein Mercadona-Arbeiter sich an unserem Kampf bereichert, wenn er in diesen 13 Monaten des Kampfes auf Leben und Tod gegen Mercadona nichts getan hat. Wir werden mit Sicherheiten gehen, jedeR mit einem Batzen Geld und einem Kompromiss in der Tasche.

Mangelnde Solidarität der KollegInnen

Am Tag als der Hungerstreik unter der Anwesenheit mehrerer Medien (inklusive des Fernsehens, das mehrfach davon berichete), die darauf lauerten, dass wir rachitisch werden, begann, wurde unser Anwalt von Mercadona kontaktiert und man bot uns Verhandlungen an. Daraufhin haben wir untereinander nach Abschätzung der Situation beschlossen, zu verhandeln und schließlich den Streik abzubrechen. Denn Tatsache war, dass unsere Unterstützung im Logistikzentrum verschwunden war und sich die ArbeiterInnen an einen Streik gewöhnt hatten, der ihnen die Kohlen aus dem Feuer holen sollte. Mercadona nämlich hatte die Arbeitsbelastung für die Arbeiter vermindert, um zu verhindern, dass sich die anderen uns anschließen. Aufgrund dieser Situation haben wir alle beschlossen, eine beachtliche Geldsumme herauszuschlagen sowie im Gegenzug den Streik abzubrechen und nie wieder im Logistikzentrum aufzutauchen.

Wir waren zu dem Schluss gekommen, dass diejenigen, die noch drin waren, eine Reihe Peitschenhiebe von Mercadona verdient hatten und dass wir jetzt von ihrer Passivität genug hatten. Darum haben wir ein Abkommen geschlossen, das wir vorher nicht erwartet hatten und das wir unter Berücksichtigung unserer Ausgangslage gern angenommen haben. Wir werden nicht zulassen, dass auch nur ein einziger Mercadona-Arbeiter sich durch unseren Kampf Vorteile verschafft, wenn er in diesen 13 Monaten des Kampfes um Leben und Tod nichts getan hat; wir werden uns mit Sicherheiten zurückziehen, mit einer beträchtlichen Geldsumme und einer Abmachung, denn uns ist klar geworden dass die Gewerkschaftssektion nicht bei Mercadona bleiben kann, wenn der Rest der Belegschaft nicht mit uns zusammenarbeitet. Wie wir bereits sagten, gab es mehrere Möglichkeiten und in diesen letzten Wochen verstärkten wir die Gewerkschaftsarbeit mit dem Ziel, durch den Kampf eine gute Abfindung zu bekommen, und so ist es auch gekommen.

Mercadona macht eine schlechte Figur

Tatsache ist, dass Mercadona bei dieser Vereinbarung nicht gut aussieht; der Konzern hat es vorgezogen eine beträchtliche Summe an alle Streikenden zu zahlen, um die GewerkschafterInnen im Logistikzentrum loszuwerden, anstatt MigrantInnen mit Rechten bei Mercadona arbeiten zu lassen. Der Konzern hätte ein besseres Ergebnis bei den gescheiterten Verhandlungen im Juli haben können.

Nichtsdestotrotz machte nicht nur der Steik den Dialog schwer möglich, sondern auch das Hinziehen des Konfliktes durch die Konzernleitung und den Anwalt des Logistikzentrums. Abgesehen davon traten sie ein paar Mal ins Fettnäpfchen, zum Beispiel als sie einen senegalesischen Genossen drängten, mit ihnen zu paktieren, ihm Geld und ein obskures Dokument gaben (er spricht nicht sehr gut spanisch), mit dessen Unterzeichnung er erklären musste, dass er von diesem Moment an nicht mehr am Streik teilnehmen und keine einzige CNT-Veranstaltung mehr besuchen würde. Er hat so zweimal abkassiert, denn am Ende gingen wir vor Gericht und der Konzern musste ihm ein zweites Mal für das Zurückziehen der Anzeige Geld geben, weil sie nur so den Prozess verhindern konnten. Solche Fälle, wo einige wenige willkürlich Entscheidungen treffen, sind der Grund dafür, dass wir so lange gestreikt haben. Obwohl natürlich auch unsere Dickköpfigkeit und Ausdauer dazu beigetragen haben, dass wir uns so viele Monate im Arbeitskampf befunden haben.

... es soll ihnen eine Lehre sein!

Nach 14 Monaten Streik, nach einigen schrecklichen Situationen, die wir währenddessen durchlebt haben, nach hunderten Demonstrationen, nach unzähligen Versammlungen, Anklagen und Dutzenden Anzeigen gegen Mercadona vor Gericht, eine Zeit, gegen deren Ende hin Detektive des Konzerns uns und unsere Familien überwachten (sehr offensichtlich, falls sie gedacht haben, dass wir das nicht merken...), nachdem wir an zahllosen Orten protestiert haben, in València, mehrmals in Madrid, in Valladolid, Zaragoza, usw., nachdem das Internet voll war mit Informationen über Mercadona, nachdem wir es geschafft hatten, das falsche Bild der Öffentlichkeit von Mercadona zu zerstören - nach alledem haben wir gedacht, dass es es wert wäre, Ernst zu machen. Als wir gerade den Hungerstreik beginnen wollten, hatten wir vor weiterzumachen, koste es was es wolle; aber dann hat uns der Charakter des Streiks zurückgeworfen, zu wissen, dass 500 Personen in Sant Sadurní
d'Anoia sich von uns aushalten ließen. 500 Personen, die nicht einmal streiken gingen und, was der Gipfel war, von Mercadona erlaubt bekamen, sich frei zu nehmen, was diese Firma vorher nie zugelassen hatte; so waren die VerräterInnen dank ihrem doppelten Spiel zufrieden.

Wegen dieses Streiks wissen jetzt alle Firmen, die von den Medien wie heilige Kühe behandelt werden, dass sie heilig sein werden vor den Medien; aber die Entschlossenheit, die Geduld und die Einheit kann gegen ihr ganzes Geld ankommen. Und wir hätten weitergekämpft; aber es überzeugt uns nicht, auf dem Papier Rechte zu haben und unsere KollegInnen verteidigen sie dann nicht oder protestieren nicht gegen unsere Entlassung. Das ist der Grund für das Ende unseres Streiks.

Die Solidarität war überwältigend

Vom Streik wurde in dutzenden Sprachen berichtet; wir haben auf Italienisch, auf Englisch, Französisch, Russisch, Slowenisch, auf Arabisch, auf Japanisch, wir haben in allen Sprachen von ihm erfahren.

Die Solidaritätsaktionen haben auf fast allen Kontinenten des Planeten stattgefunden, z.B. mehrmals in den USA, in Buenos Aires eine Aktion der FORA-IAA bei einer Diskussionsveranstaltung [mit dem Mercadona-Chef] Roig vor dem argentinischen Einzelhandelsverband sowie in Brasilien im spanischen Konsulat, durchgeführt von FORGS-COP. In ganz Europa, von Deutschland bis ins entfernteste Sibirien und in Moskau. Wir haben sie sogar in Israel gesehen, veranstaltet von einem dortigen anarchistischen Kollektiv, das uns in diesem Sommer seine Solidarität übermittelte.
In Manchester hat die Solidarity Federation Versammlungen im Instituto Cervantes veranstaltet, in Frankreich haben die GenossInnen der CNT-IAA uns nicht nur ununterbrochen ihrer Solidarität versichert, es sind sogar GenossInnen aus Frankreich und der Schweiz zu einigen unserer Demonstrationen nach Barcelona gekommen. In Deutschland, Österreich, Portugal, den Niederlanden, Norwegen, Belgrad und praktisch allen hispanoamerikanischen Ländern unserer Erde gab es auch Aktionen.

Das, was einige Medien von hier lieber verschwiegen haben, ist in einer Vielzahl von Sprachen veröffentlicht worden, als sie von Mercadona und der Misshandlung der ArbeiterInnen berichteten.

Dafür, dass es ein so langer Streik war, haben wir auch gute Momente gehabt, wie jedes einzelne Mal, wenn wir die Solidarität gesehen haben, ebenso hier wie im Ausland; wir haben uns jedes Mal gefreut, wenn wir irgeneinen Chef von Mercadona ins Fettnäpfchen haben treten sehen, jedes Mal wenn wir den Streik in irgendeiner Zeitung gelesen oder ihn in einem lokalen oder regionalen Fernsehsender gesehen haben, auch im Ausland im argentischen Clarín oder im italienischen Il Manifesto; jedes Mal, wenn wir gesehen haben, wie ihr euch mit diesem Streik solidarisiert, haben wir unser Lächeln und unsere Emotion gespürt. Oft haben wir bei unseren Versammlungen den Rechner angeschaltet, ihn vor uns gestellt und uns im Internet die Videos eurer Solidaritätsaktionen angesehen.

Unser Kampf war nur eine Episode

Niemand soll sich wegen uns Sorgen machen und noch weniger um jene, die noch in diesem Zentrum sind; wir sind zufrieden mit der Vereinbarung, wir haben gewusst, dass wir solange hätten weitermachen können wie wir wollten, denn tatsächlich haben wir Entlassenen den Konflikt Monat für Monat lenken können, es war eine Frage von Druck und Zeit; aber wir hätten Mercadona nie die Freude bereitet, Dinge auf ein Papier zu schreiben, die sie niemals einhalten würden und die gleichen Unregelmäßigkeiten zu begehen, ohne dass ein Streik ihren Weg durchkreuzt hätte. So wurde, als der Konzern uns kurz nach dem geplanten Beginn des Hungerstreiks kontaktierte, unter allen GenossInnen darüber diskutiert und der Streik beendet; der
Konflikt bei Mercadona wird weitergehen und wir werden da sein, aber ohne zu streiken. Diejenigen, die weiter im Zentrum arbeiten, sind gekauft worden; sie haben ihre Würde verkauft und denken nicht daran, Widerstand zu leisten. Wir haben stattdessen bewiesen, dass wir eine Einigung erkämpfen können, egal ob um Rechte oder um Geld (wir hätten schon im Juli aufhören können), und zwar bei einem repressiven Unternehmen, egal ob es Mercadona heißt oder ein Zentrum irgendeiner anderen Firma ist, in kleinen Lagern wie es hier der Fall ist ebenso wie in großen. Wir haben auch gezeigt, dass sie gut aufpassen müssen, wenn sie Leute willkürlich entlassen, weil sie, wenn sie am wenigsten damit rechnen, auf eine Handvoll ArbeiterInnen stoßen könnten, die ihr verlogenes Image zerstören. Wenn sie nicht
verhandeln können, werden sie wieder auf die CNT stoßen, vielleicht in irgendeinem Supermarkt, wo die Situation für die ArbeiterInnen viel günstiger ist als unsere es war, weil die Belegschaft viel besser organisiert ist. Und jetzt weiss die Firma nur zu gut, dass jede Kleinigkeit, jede Dummheit oder jedes willkürliche Verhalten, an das sie gewöhnt sind, auf den ganzen Konzern abfärben kann.

Mercadona-Image in Scherben

Mercadona hat sich diesen Streik viele Millionen Euro kosten lassen, aber die Chefs wissen noch nicht, was er für einen Imageschaden verursacht hat, was er sie kosten wird und was ihnen an Geld dadurch entgeht, dass jetzt vielen die andere Seite des Konzerns bekannt ist. Vorher stellte jede soziale Organisation Mercadona als Musterunternehmen dar, aber heute ist es schwer, irgendeine Organisation oder ein alternatives Medium zu finden, das nicht die Wahrheit über Mercadona sagt. Wir sind sehr zufrieden darüber, dass das Ergebnis dieses Streiks ist zu wissen und zu sehen, dass wir die Würde bis zum Tod verteidigt haben, trotz unserer Hypotheken, Familien usw. und dass sie weder gegen unsere Würde angekommen sind noch ankommen werden. Aber es gibt weitere, noch beunruhigendere Ergebnisse auf digitaler Ebene, die jedem Unternehmer zu denken geben sollten:

96700 Ergebnisse bei der Google-Suche mit den Worten "Mercadona Streik"
18000 Ergebnisse bei der Yahoo-Suche mit den Worten "Mercadona Streik"

Mercadona hat 5 neue Internetdomains geschaffen, um die Ergebnisse aus dem
Netz zu verbannen, die von Suchmaschinen angezeigt werden; diese sind folgende:

dondeestamosmerkadona.es - registriert während dem Streik am 08.06.2006
compraonlinemerkadona.es - registriert während dem Streik am 08.06.2006
merkadona-online.com - registriert während dem Streik am 08.06.2006
atencionalclientemerkadona.es - registriert während dem Streik am 08.06.2006
(wir haben c durch k ersetzt, um nicht noch Werbung dafür zu machen)

und Subdomains wie consejos[Ratschläge].merkadona.es,
noticias[Nachrichten].merkadona.es usw.

So wie wir es sehen, hat der Kampf ebenso im Internet stattgefunden, Mercadona hat viele Webseiten geschaffen und auch versucht, Einträge bei Wikipedia zu manipulieren; letzteres wurde vor kurzem herausgefunden (siehe Google). Anders gesagt, wenn irgendwer von dem Konzern oder irgendeinem anderen Konzern glaubt, dass 17 ImmigrantInnen nicht gegen Goliath ankommen, sollten sie lieber die Augen aufmachen, weil wir mit diesen 17 Personen und einer richtigen Gewerkschaft bis zum Ende der Welt kommen können. Die CNT hat bewiesen, dass sie trotz ihrer Bescheidenheit ein echtes Werkzeug ist, ein ernstzunehmendes Problem für jedes Unternehmen, egal welches es ist, und das werden wir nie vergessen. Allerdings hat weder die CNT noch irgeneine andere Gewerkschaft ohne die externe und interne Solidarität am Arbeitsplatz Gewicht. Wir müssen auch feststellen, dass weder Betriebsratswahlen in diesem Zentrum noch anderes Einlenken funktioniert hätten, obwohl andere Gewerkschaften wie CCOO [Comisiones Obreras, der kommunistischen Partei nahestehend] versucht haben, Profit aus der Situation bei Mercadona zu schlagen, indem sie vorschlugen, Betriebsratswahlen in diesem Zentrum durchzuführen (sie haben uns Briefe geschickt, um uns auf ihre Listen zu setzen). Wenn schon die Einigkeit und die Entschlossenheit unserer GenossInnen, etwa 20 (wir sind in den letzten Monaten ein paar mehr geworden), zu einem so langen Streik geführt haben, wollen wir uns diesen nicht mit mehr ArbeiterInnen vorstellen. Die Wahlen und andere reformistische Wege hätten zu nichts geführt, ebensowenig wie das Vertrauen auf die "Justiz".

Die "Solidarität" der politischen Parteien

Wir Streikenden wollen auf der anderen Seite nicht nur die fehlende Solidarität, sondern die direkten Angriffe durch die politischen Parteien auf uns hervorheben. Nicht eine einzige Partei, die den Mund voll nimmt von der Verteidigung der ImmigrantInnen oder sozialen und Arbeitsrechten, hat uns unterstützt; stattdessen haben sie uns angegriffen. Izquierda Unida ICV [Vereinigte Linke, Bündnis aus Grünen, KP u.a.] hat uns in Katalonien frontal angegriffen, ERC [Republikanische Katalonische Linke] und PSOE [Sozialdemokraten] ebenso. Sie haben sich entschlossen, über die ImmigrantInnen zu lachen, die Mercadona und die großen Unternehmen nach Spanien bringen, Mercadona immer mehr Geschäftsfläche zu geben und uns Polizisten, Mossos [katalonische Regionalpolizei] und Guardias Civiles [Landpolizei] usw. zu schicken

Der Gipfel war die Behauptung einiger ihrer "AktivistInnen", dass wir "españolistas" [Anhänger des spanischen Zentralstaates im Gegensatz zu katalonischen NationalistInnen] wären, weil wir kastilisch reden, obwohl wir versucht haben, alles zu übersetzen und natürlich außer Acht lassend, dass sie uns die Guardia Civil [spanische Landpolizei, führend am Putschversuch von 1981 gegen die parlamentarische Monarchie] an den ersten Streiktagen nach Sant Sadurní d'Anoia geschickt haben (am ersten Tag umrundeten wenigstens 30 von ihnen das Logistikzentrum). ERC, PSOE und IU-ICV haben unsere Demonstrationen und Versammlungen verboten, uns mit lächerlichen Strafen schikaniert, uns bewacht, uns verfolgt, uns verprügelt, sie haben unsere Anzeigen vor ihren Arbeitsgerichten zurückgewiesen (wir haben uns einmal vor dem katalonischen Arbeitsdezernat angekettet, damit sie uns beachten) und sie besitzen immer noch die Dreistigkeit zu behaupten, dass sie sich solidarisch mit uns zeigten. Wir bitten euch jetzt, dass ihr bei den Kommunalwahlen darüber nachdenkt und jetzt, wo ihr wisst, dass alles Lüge ist, niemandem eure Stimme gebt - alles, was hier passiert ist und was wir mit anderen GenossInnen in anderen Firmen im Arbeitskampf erreicht haben, hat auf der größtmöglichen Autonomie und der Solidarität von unabhängigen Kollektiven beruht, denen dieser Politikbetrieb fremd ist.

Die Rolle der Medien

Den Medien werden wir auch ein Paar Absätze widmen. Einige von ihnen wie El Periódico und La Razón (letztere nur einmal, aber sehr gut) haben vom Streik berichtet, Lokalzeitungen und andere Medien wie Radio- und Fernsehsender haben uns dauerhaft mediale Unterstützung gegeben. Ganz zu schweigen von alternativen oder digitalen Medien wie Kaosenlared, Lahaine, Nodo50, Glocalia, Madrid digital, Indymedia usw., die mehr als nur gut berichtet haben; im Endeffekt haben sie das viel besser getan als die traditionellen Medien.

Trotzdem hat uns die Plattheit einiger im EL País [größte span. Tageszeitung] veröffentlichter Artikel überrascht; wir wussten nicht genau, was für eine Zeitung das war, weil wir noch nicht lange in Spanien waren; aber El País hat nicht nur nicht vom Streik berichet, sondern sich auf die Seite der Firmenleitung gestellt, indem sie nur wirtschaftliche Erfolgszahlen nannten und behaupteten, dass Mercadona angeblich die
ArbeiterInnen gut behandelt, ohne andere Stimmen zu Wort kommen zu lassen. Der Anspruch von El País ist mit diesen Artikeln sehr tief gesunken; sie wissen ganz genau, dass nicht diese Artikel der Grund sind, dass die Leute die Zeitung immer noch kaufen. Wir bitten jede Person mit Verantwortungsgefühl, diese Zeitung zu boykottieren, aufzuhören, ihr Geld zu geben und stattdessen verstärkt das Internet zu nutzen, um sich zu informieren und die Wahrheit zu erfahren.

Dieser Streik ist trotz des Boykotts von vier oder fünf Medien weltweit und vor allem in Spanien dank des Internets bekannt geworden, denn er hat eine unglaubliche Verbreitung über Webseiten erfahren. Die übliche Zensur, die die Unternehmer für gewöhnlich den Medien aufzwängen, wurde durchbrochen; dieser Weg muss weitergegangen werden, weil die Medien wie El País nicht zurückweichen werden.

Kurz gesagt, wir sehen uns immer noch im Kampf. Wir sind glücklich. Am 1. Mai werden wir bei euch sein, bei den anderen ArbeiterInnen, die sich in Katalonien im Arbeitskampf befinden.

¡ARRIBA L@S QUE LUCHAN! (Hoch leben diejenigen, die kämpfen!)
¡VIVA LA CNT-AIT! (Hoch lebe die CNT-IAA!)
¡VIVA LA AIT! (Hoch lebe die IAA!)
¡Y VIVA QUIEN APOYÓ LA HUELGA! (Und hoch leben die UnterstützerInnen des
Streiks!)


Übersetzung: Robin (FAU Berlin)
Zwischenüberschriften: André (FAU Leipzig)

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