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Internationales - 19.03.07 von Internationales Sekretariat der FAU-IAA

Prozess wegen Entlassung von zwei CNT-Mitgliedern bei Mercadona

(Sevilla, 22.02.07) Am vergangenen Montag, 19.2., fand das Gerichtsverfahren wegen der Entlassung von zwei CNT-Mitgliedern, Mitgliedern des Streikkomitees im Logistikzentrum von Sant Sadurní d'Anoia, den Genossen José Alberto und Lisandro, statt. Beide wurden Ende September des letzten Jahres gefeuert, als der Konzern anfing, ihnen eine Reihe von Taten vorzuwerfen, unter anderem die angebliche Nötigung einer Mercadona-Führungskraft.

Die Entlassung war in Wirklichkeit die erste Reaktion des Konzerns auf den Wechsel in der Streiktaktik der ArbeiterInnen im katalonischen Logistikzentrum. Etwa zehn Tage vorher hatten die CNT-GenossInnen beschlossen, die seit März aktuelle Strategie zu ändern, von einem totalen unbefristeten Streik in einen unbefristeten partiellen Streik. Sobald sie wieder in ihre Arbeit eingegliedert worden waren, war Mercadona am Zug und nutzte die Gelegenheit zur Entlassung derjenigen, die er für "Anführer des Streiks" hielt, nämlich die Genossen José Alberto (Sekretär der Betriebsgruppe im Logistikzentrum) und Lisandro. Auf diese Entlassungen folgten noch die zweier weiterer Genossen auf den Listen des Konzerns.

Der Prozess begann am vergangenen Montag um 10:30 Uhr und zog sich bis 17:30 Uhr nachmittags hin. Mercadona steuerte dabei keine stichhaltigen Beweise gegen die Genossen bei (also schriftliche Dokumente, Bilder, Tondokumente...) sondern baute seine Beweisführung lediglich auf Zeugenaussagen auf, die den Genossen vorwarfen, sie beleidigt, angegriffen und verleumdet zu haben. Von Seiten der CNT wurden dagegen Beweise (Berichte, Fotos, Videos usw.) vorgebracht, die die Anschuldigungen des Konzerns gegen die Genossen widerlegten. Außerdem sagten zugunsten der gefeuerten CNT-Genossen ein Arbeiter des Logistikzentrums und zwei nicht in der Gewerkschaft organisierte Personen aus. Es war auch auffällig, dass Mercadona behauptete, dass mehr als zwei Monate nötig gewesen seien, um die zwei Mitglieder der Betriebsgruppe identifizieren zu können, eine Tatsache die praktisch jeder außer, seltsamerweise, dem Konzern selbst wusste.

Am Ende bekräftigten die zwei angeklagten Genossen, dass alles eine auf falschen Beweisen aufgebaute Inszenierung war, mit dem einzigen Ziel, die lästigen Arbeiter vollständig loszuwerden, die nicht resignieren, die sich dem Konzern entgegenstellen, mit lauter Stimme ihre Rechte einfordern und die Übergriffe des Konzerns anzeigen.

PRESSESTELLE DES NATIONALKOMITEES DER CNT

Übersetzung: Robin (FAU Berlin)

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