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Internationales - 05.10.06 von Sindicat d'Oficis Varis de Barcelona

Unbefristeter in partiellen Streik umgewandelt

(Barcelona, 17.09.06) Die ArbeiterInnen von Mercadona kehren nach 179 Tagen unbefristeten Streiks zur Arbeit zurück. Sie halten unbefristete partielle Arbeitsniederlegungen im Zeitraum von Donnerstag abend bis Freitag abend aufrecht.

In Valencia führten sie gestern die letzte Kundgebung vor der Rückkehr in den Betrieb nach fast einem halben Jahr Streik durch. Nun wandeln sie ihn in einen partiellen um und werden mit Protesten wie denjenigen fortfahren, die sie bis jetzt in Barcelona aufrechterhalten haben.

Beim längsten Streik Kataloniens, der vor 173 Tagen, am 23. März, im Logistikzentrum von Mercadona in Sant Sadurní d'Anoia (Barcelona) begann, ändert sich die Strategie hinsichtlich der Arbeitsniederlegungen "radikal". Eine Entscheidung, die der CNT zufolge für die Streikenden - mehrheitlich ursprünglich von Mercadona eingestellte AmerikanerInnen - rechtlich, gewerkschaftlich und persönlich viel entwickelter ist.

Nach diesem unbefristeten Streik bei Mercadona, dem Bericht der Arbeitsbehörde (Arbeitsinspektion) im August, in dem sie in der Frage der Verhütung von Arbeitsrisiken einen Rechtsverstoß durch Manipulation von Lasten vorschlug, und dem Druck, der der CNT zufolge auf die eingewanderten ArbeiterInnen im Arbeitszentrum ausgeübt wird, um sie zum Verlassen des Unternehmens zu bewegen, haben die Streikenden beschlossen, vom unbefristeten Streik an allen Tagen zu partiellen Arbeitsniederlegungen an einem Tag der Woche überzugehen und all die Proteste in Barcelona aufrechtzuerhalten.

Andererseits demonstrierten die CNT und die Streikenden gestern gegen Mittag in Valencia, wo Mercadona seinen Ursprung hat, um dort zu informieren und die Situation anzuprangern, die diese ArbeiterInnen in Sant Sadurní d'Anoia (Barcelona) durchmachen.

Dieser Konflikt begann nach der Entlassung von drei Gewerkschaftsdelegierten, die in allen Fällen für unzulässig erklärt wurde. Sie fordern auch die Beendigung der Arbeitsschikanen, Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, die Einhaltung des achten Artikels des Gewerkschaftsfreiheits-Gesetzes zur Gründung von Gewerkschaftssektionen und die Bezahlung der halbstündigen Pause.

Die meisten Streikenden werden am Montag morgen die Arbeit antreten, die erste partielle und unbefristete Arbeitsniederlegung wird am nächsten Donnerstag abend um zehn Uhr stattfinden und am Freitag um zehn Uhr abends enden.

(Übersetzung: FAU Dortmund)

Demonstration 11. September

Barcelona, 10.09.06

Die CNT beruft für morgen eine Demonstration in Barcelona für die Branchen mit Arbeitskonflikten in Katalonien ein. Sie beginnt um sechs Uhr nachmittags auf der Plaza Universitat und endet auf der Plaza de Sant Jaume.
Zur Demonstration sind die gesamte katalanische CNT und alle Branchen mit Arbeits- und sozialen Konflikten aufgerufen, darunter diejenigen, die von Arbeitsregulierungsverfahren (ERE) und den bedeutendsten Streiks in Katalonien - wie bei Iberia oder Mercadona - betroffen sind.
Um den morgigen Feiertag auszunutzen, hat die CNT-AIT in Katalonien diese Demonstration in Barcelona vorbereitet; dabei wird sie die aktuellen Vorfälle im Rahmen der Arbeitsregulierungsverfahren, den Verlust von Rechten und dauerhaften Arbeitsplätzen oder die "beachtlichen" Streiks wie bei Mercadona oder Iberia anprangern, Vorfälle, wie sie die CNT seit ziemlich vielen Jahren nicht mehr erlebt hat.
Der CNT zufolge beruft sie diese Demonstration ohne die Absicht, sich hervorzutun, und mit einer solidarischen Haltung ein, um die entlassenen oder im Kampf stehenden ArbeiterInnen von Unternehmen wie Braun, Seat, Iberia, der "Xarxa [?] gegen die Prekarität" oder Mercadona aufzurufen. Sowie jede Gruppe oder soziale Organisation, die denkt, daß morgen ein guter Moment sei, um in Katalonien die andere Seite der Medaille anzuprangern, die der Prekarität, Massenentlassungen, Produktionsverlagerungen oder Immobilienspekulation.
Die Demonstration in Barcelona beginnt morgen um sechs Uhr nachmittags auf der Plaza de la Universitat und soll auf der Plaza de Sant Jaume enden.

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