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News - 31.01.06 von pickets - 30.01.2006 23:04

Erneute Blockade von Gate Gourmet Düsseldorf

Montag Abend wurde wieder einmal der Streikbruch in der Firma Gate Gourmet für fast eineinhalb stunden wirksam unterbunden. Etwa 50 Menschen zeigten ihre Solidarität, indem sie die Ausfahrten blockierten und mehrere LKWs daran hinderten, aufs Rollfeld zu fahren. Am kommenden Samstag findet eine zentrale Kundgebung vor Gate Gourmet in Frankfurt statt!

Gate Gourmet und die dahinter stehende Texas Pacific Group setzen seit Beginn des Streiks alle Hebel in Bewegung, um den streikenden ArbeiterInnen die Unwirksamkeit ihres Kampfes vor Augen zu führen. Es werden keine Kosten für Security, Streikbrecher und Einschüchterungsversuche gescheut, um der Gewerkschaft und den ArbeiterInnen eine exemplarische Niederlage zu bereiten. Psychologie ist ein ganz wichtiges Moment in diesem Arbeitskampf, denn wenn sie die Düsseldorfer Belegschaft - eine der größten in Deutschland - kleinkriegen, dann so ihr Kalkül, werden auch ver.di und die anderen Belegschaften einknicken und klein bei geben. Gegen das globalisierte Kapital bleiben wir eben ohnmächtig - das ist die Message, die sie hier uns allen einbleuen wollen. Und die Wirkungen so einer Niederlage würden weit über Gate Gourmet hinausgehen. Deshalb schauen auch die ArbeiterInnen der vielen anderen Flughafenbetriebe so gebannt auf den Ausgang dieses Kampfs - von den für Billiglohn schuftenden Reinigungskräfte der Firma Klüh bis hin zur großen LTU, die wegen des hohen Kerosinpreis den Tarifvertrag vorzeitig gekündigt hat und ein Sparpaket von insgesamt 15 Mrd. Euro bei den Personalkosten verlangt.

In den Tarifverhandlungen verhöhnt der von Texas Pacific eingeschaltete Rechtsanwalt Alexius Leuchten aus München die Streikenden: was sind das für lächerliche Flugblätter, die ihr verteilt? Wo sind denn die Demonstranten, die uns üblicherweise bei solchen Verhandlungen begrüßen und beschimpfen? Was wollt ihr eigentlich, alle schlucken zur Zeit solche Kürzungen und Arbeitszeitverlängerungen. Ihr seid so lächerlich, wie das kleine gallische Dorf, usw.

Und das ist eben das Erstaunliche und Besondere an diesem Kampf. Dass hier eine kleine Belegschaft offen auftritt und gegen das rebelliert, was uns als die Normalität des modernen Kapitalismus verkauft wird und landauf landab auch hingenommen wird - viel zu oft mit Zustimmung von Betriebsräten oder Gewerkschaften. Wie es dazu kam, ist eine lange Geschichte, die noch zu erzählen wäre, auch die von den Betriebskatzen. Tatsache ist aber, dass hier eine Belegschaft einen enormen Zusammenhalt und eine radikale Entschlossenheit entwickelt hat, mit der sie den angeblich übermächtigen Gesetzen der Globalisierung die Stirn bietet. "Nein, wir werden nur mit erhobenem Haupt in diesen Betrieb zurück gehen!", sagt eine Arbeiterin aus der Türkei.

Es könnte also auch anders kommen und das Geschäft für die Texas Pacific Group platzen. Auch für sie läuft die Zeit ab. Denn ihr bleiben nur noch ein oder zwei Jahre, um die Firma nach außen als so profitabel darstellen zu können, dass sie beim Weiterverkauf den erwarteten Reibach machen kann. Deswegen drängt sie jetzt so sehr darauf, wenigstens für ein Jahr einen Tarifvertrag mit drastischen Einschnitten zu bekommen. Schafft sie das nicht, so müsste sie Gate Gourmet unter Verlusten buchen. Für eine Investmentfirma wie die Texas Pacific mit Hunderten von Beteiligungen ist das kein Drama - aber es wäre ein politisches Lehrstück erster Güte: Dass wir nicht alles schlucken müssen, was sie uns aufzwingen wollen - und dass vielleicht auch ihre Tage gezählt sind.

Aus diesem Grund haben solidarische Menschen in den letzten Wochen immer wieder den Streik durch Blockaden der Werkstore unterstützt. Denn nur wenn die Flugpläne durcheinandergeraten, wenn der Streik sich auf den reibungslosen Ablauf der Abflüge auswirkt, entwickelt er den Druck, der bei der Texas Pacific Group ankommt.

Heute abend ab 18.15 Uhr waren es genug Menschen, um drei Ausfahrtmöglichkeiten für fast eineinhalb Stunden zu blockieren. Selbst zwei LKWs, die über eine hintere Ausfahrt zu fliehen versuchten, konnten auf der Flughafenstraße zum Rollfeldtor gestoppt und die Streikbrecher zur Rede gestellt werden. Nach über einer Stunde war die Polizei dann stark genug vertreten, um die Tore frei machen zu können. Einigen war deutlich anzusehen, dass sie sich in ihrer Rolle als Büttel des Profits nicht sonderlich wohl fühlten. Aber die herbeigeholte Bereitschaftspolizei ließ es sich nicht nehmen, von einigen Personen die Personalien aufzunehmen.

Die Abflugsverzögerungen der LTU-Maschinen in den nächsten zwei Stunden hielten sich in Grenzen, waren aber auf den Terminals zu erkennen: fünfzehn bis zwanzig Minuten standen einige Maschinen an diesem Abend länger auf dem Rollfeld als geplant.

Um den Streik in Düsseldorf und demnächst vielleicht auch an anderen Gate-Gourmet-Standorten wirksam zu unterstützen, bedarf es einer noch breiteren Bewegung, die sich auf die allgemeine Bedeutung dieses Arbeitskampfs im modernen Kapitalismus bezieht. Die nächste Gelegenheit ist eine zentrale (bundesweite) Kundgebung vor der größten Gate-Gourmet-Filiale in Frankfurt:

Samstag, 4. Februar, 13 Uhr
Neu-Isenburg, Admiral-Rosendahl-Straße 2-8

Quelle: http://de.indymedia.org/2006/01/137616.shtml

bundesweite) Kundgebung vor der größten Gate-Gourmet-Filiale in Frankfurt:

Samstag, 4. Februar, 13 Uhr Neu-Isenburg, Admiral-Rosendahl-Straße 2-8

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