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Arbeitskampf im Kino Babylon Mitte in Berlin
Seit Mitte Juni 2009 befindet sich die FAU im Arbeitskampf mit der »Neue Babylon GmbH«, vertreten durch die Geschäftsführer Timothy Grossman und Tobias Hackel. Die Betriebsgruppe der FAU im Kino Babylon – der stärksten im Betrieb vertretenen Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnenvereinigung – hatte zuvor die Geschäftsführung aufgefordert, in Verhandlungen über einen von der Betriebsgruppe zusammen mit der Belegschaft erarbeiteten Tarifvertragsentwurf einzutreten. Dies lehnt die »Neue Babylon GmbH« rundweg ab. Der Arbeitskampf findet statt vor einem Hintergrund von prekären Arbeitsverhältnissen und Niedriglöhnen zwischen 5,50 und 8,00 Euro brutto, von Entlassungen gewerkschaftlich aktiver Beschäftigter und einem Arbeitsklima, das von Beschäftigten als „Gutsherrenmentalität“ bezeichnet wird. Die »Neue Babylon GmbH« wird jährlich mit mehreren hunderttausend Euro öffentlicher Gelder gefördert, das Kino ist einer der Austragungsorte des »Berlinale« Film Festivals.
Ständig aktualisierte Informationen zum Arbeitskampf finden sich auf prekba.blogsport.de, dem Blog von Beschäftigten im Kino Babylon Mitte.
Work conflict at the Kino Babylon Mitte (Berlin, Germany)
In June 2009 the FAU Berlin decided to take industrial action against the Neue Babylon GmbH and its managers Timothy Grossman and Tobias Hackel. The FAU job-floor branch — the biggest workers' association at the site — had called on management to enter negotiations about a collective agreement, which had been presented by the workers and the FAU. The Neue Babylon GmbH refused. The workers took a stand because of precarious working conditions, low wages from 5.50 to 8.00 (pre-tax) euros per hour, attempts to fire union activists and a general working atmosphere that workers described as "by fiat". The Neue Babylon GmbH gets several hundred thousand euros in public subsidies annually and the cinema is one of the venues of the Berlinale film festival.
The complete story of the struggle at the Babylon Mitte Cinema.
Conflicto laboral en el Kino Babylon Mitte (Berlin, Alemania)
Desde mediados de junio de 2009, la FAU mantiene un conflicto laboral con la «Neue Babylon GmbH», cuyos gerentes son Timothy Grossman y Tobias Hackel. La Sección Sindical de la FAU, sindicato mayoritario en la empresa, exigía a ésta la negociación de un convenio colectivo presentado por la plantilla y la propia Sección. Dicha reivindicación fue rechazada por la «Neue Babylon GmbH». El conflicto se inició en un contexto de precariedad absoluta, con salarios malos entre 5,50 y 8,00 euros (bruto) la hora, despidos de sindicalistas y una suerte de ambiente de trabajo autocrático. La «Neue Babylon GmbH» recibe cientos de miles de euros al año a modo de subvenciones públicas y es uno de los cines donde se proyectan las películas del Festival Internacional de Cine «Berlinale».
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News - 13.06.10„Babylon System“ – Der Film zum Arbeitskampf (Offizieller DVD-Rip, Internet-Stream)Bezugsquellen: o Torrent zum Herunterladen o DVD (gegen Spende bestellbar) o Stream (direkt übers Internet abspielbar) |
Presseerklärung - 10.06.10FAU Berlin gewinnt Prozess um GewerkschaftsfreiheitBerlin, 10.6.2010Vor dem Kammergericht Berlin wurde heute die Einstweilige Verfügung zum de-facto-Verbot gegen die FAU Berlin aufgehoben. Infolgedessen darf sich die Gewerkschaft auch wieder als solche bezeichnen. |
Aufruf - 10.06.10Verboten kämpferisch! (update! 09.06.2010)Aufruf zum Verbots-Prozess gegen die FAU Berlin am 10. Juni vor dem Kammergericht BerlinAm 10. Juni werden parallel in Erfurt und Berlin juristische Weichen für die Beschäftigten- und Gewerkschaftsrechte in Deutschland gestellt. Während vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt im „Emmely-Prozess“ darüber geurteilt wird, ob sich deutsche Chefs unbequemer MitarbeiterInnen unter dem Vorwand von Bagatellen entledigen können, wird im Kammergericht Berlin entschieden, ob sich kämpferische Basisgewerkschaften in Deutschland frei betätigen dürfen. Dort streitet die FAU Berlin für das Recht, sich als Gewerkschaft bezeichnen zu dürfen, so wie es ihrem Selbstverständnis entspricht. |
Rundreise - 09.06.10Der Konflikt im Berliner Kino Babylon Mitte und die Folgen (Update 20.6.)Im Januar 2009 geschah etwas, was in Deutschland leider noch viel zu selten passiert: Eine prekär beschäftigte Kino-Belegschaft beschloss sich gegen ihre miesen Arbeitsbedingungen und die willkürliche Behandlung durch ihre Chefs organisiert zur Wehr zu setzen.Nachdem der Versuch bei Ver.di Unterstützung zu finden scheiterte und die Zentralgewerkschaft der Belegschaft die kalte Schulter zeigte, schloss man sich der syndikalistischen Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin an. Was folgte, war ein sich zuspitzender Konflikt zwischen der Betriebsgruppe der FAU Berlin und der Geschäftsführung des Kino Babylon-Mitte, die jedes noch so geringe Zugeständnis verweigerte. |
News - 05.05.10Nicht befriedet, nicht befreit – Begleitprogramm zur Linken KinonachtWenn die Berliner Linkspartei mit der Linken Kinonacht dem Babylon Mitte erneut den Anschein eines linken Kino gibt, wollen wir das nicht unkommentiert lassen und auf die tatsächliche Situation in dem halbkommunalen Filmtheater hinweisen. Die FAU-Betriebsgruppe des Kino Babylon Mitte lädt deshalb zu Musik, Filmen, Lesungen, Redebeiträgen und feiner Mai-Bowle. U.a. mit PunkrockMC, Andreas „Spider“ Krenzke und Harun Farocki. Kommt zahlreich, zeigt eure Solidarität mit den Beschäftigten! |
News - 01.05.10Ordnungsgeld zahlen – oder Haft für die Sekretäre der FAU BerlinNun ist es amtlich. Die FAU Berlin darf sich auch in ihrer Satzung nicht als Gewerkschaft bezeichnen. Mit der Begründung, sie habe dadurch gegen eine Einstweilige Verfügung verstoßen, wurden 200 Euro Ordnungsgeld – ersatzweise vier Tage Haft – verhängt. |
Presseerklärung - 04.03.10Betriebsräte im Berliner Kino Babylon Mitte von »kalter Kündigung« bedroht |
Presseerklärung - 27.02.10Antrag auf Ordnungsgeld oder Haft abgewiesenIn diesen Tagen wurde der FAU Berlin das Urteil des Landgerichts Berlin zugestellt, in dem der Antrag der Neuen Babylon Berlin GmbH auf Ordnungsgeld oder Haft an deren Sekretären wegen Verstoß gegen die Einstweilige Verfügung, sich Gewerkschaft oder Basisgewerkschaft zu nennen, abgewiesen wurde.Gleichzeitig wurde der FAU Berlin ein erneuter Antrag zugestellt, in dem die Babylon-Geschäftsführer Grossman und Hackel eine Erhöhung bzw. ein erneutes, „noch empfindlicheres Bußgeld“ beantragen, da die FAU Berlin das Wort „Gewerkschaft“ nicht aus ihrer Satzung getilgt habe. „Man mag uns verbieten wollen, wie wir uns öffentlich nennen – was schon skandalös genug ist. Uns unser Selbstverständnis in einem unserer internen Dokumente untersagen zu wollen, ist absurd“, kommentiert Lars Röhm, Sekretär der FAU Berlin, den Antrag. |
Presseerklärung - 20.02.10Demonstration für Gewerkschaftsfreiheit zum Berlinale-Abschluss |
News - 20.02.10Berichte vom internationalen Aktionstag gegen den Angriff auf die Gewerkschaftsfreiheit (Update 20.02.)Am letzten Januarwochenende fanden in mindestens 54 Städten in 20 Ländern rund um den Globus Protestaktionen gegen ein Urteil statt, dass es BerlinerInnen verbietet, sich in der Gewerkschaft ihrer Wahl zu organisieren. Die Geschäftsführung des Kino Babylon Mitte hatte ein Gerichtsurteil erwirkt, das der FAU Berlin untersagt, sich als Gewerkschaft zu bezeichnen. Mittlerweile versuchen die Bosse des Babylon sogar, gerichtlich Geld- oder Haftstrafen gegen die FAU Berlin durchzusetzen. Hintergrund der grotesken juristischen Manöver, die ein Novum im post-faschistischen Deutschland darstellen, ist ein monatelanger Konflikt zwischen der Betriebsgruppe der FAU im Kino Babylon Mitte und der Geschäftsführung. Nachfolgend berichten wir über Aktionen im Rahmen des globalen Protesttages. Weitere Informationen über den Konflikt finden sich auf unserer Sonderseite zum Thema. |
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