|
FAU Münster AnarchosyndikalistInnen |
|
Startseite Wir über uns Bildungssyndikat Termine Archiv www.FAU.org |
| Wer sind die und was wollen die? Und warum soll ich da mitmachen? | ||
|
Warum wir uns anarchosyndikalistisch nennen? Nun, will wir eine Gewerkschaft im ursprünglichen und nicht im DGB-Sinne sein wollen: eine kämpferische, soziale Selbstorganisation aller, frei von Hierarchien und satten Funktionären. Die FAU-Ortsgruppe Münster gibt es seit 1998. Gegen Ende des Hochschulstreiks im Wintersemester 97/98 bildeten sich in mehreren Städten Initiativen und Bildungssyndikate, die nicht weniger im Schilde führen, als eine bundesweite Basisgewerkschaft für den Bildungssektor zu gründen. Heute sind wir zwar weiterhin vor allem Studierende, aber auch JobberInnen, SchülerInnen und Erwerbslose. Wir beschäftigen uns daher vor allem mit den Problemen prekärer Arbeitsverhältnisse, etwa im Gastronomie- und Pflegebereich und versuchen dort eigene Gewerkschaftsstrukturen aufzubauen. Wichtige Themen sind zur Zeit auch Hartz IV und die Reformen im Sozial- und Bildungsbereich, die uns sowohl als Studierende, Arbeitslose und auch Beschäftigte betreffen. Anstatt uns weiter von Parteien und Gremien vertreten zu lassen, wollen wir unsere Geschicke selbst in die Hand nehmen. Eine Gewerkschaft wie im DGB wollen wir genausowenig sein, wie eine Partei oder ein Verein. Wir meinen, dass niemand unsere Anliegen besser vertreten kann, als wir selbst. Vereinzelung und Ellenbogenmentalität läßt sich etwas entgegenstellen, nämlich Solidarität und gegenseitige Hilfe. Solches kann nicht einfach beschlossen, sondern muß entwickelt und gelernt werden. Daher wollen wir uns organisieren, aber ohne Vorstand, bezahlte Funktionäre und Hierarchien. Wir wollen uns bundesweit vernetzen aber ohne Zentrale; wir wollen alle Macht dort belassen, wo sie hingehört: an die Basis. Wir wollen direkte Demokratie leben und alternative Strukturen zur Bildungsaristokratie schaffen. Der Erfolg steht und fällt mit dem Engagement und der Phantasie der Mitglieder und Syndikate. In der FAU sind die Ortsgruppen autonom in ihren Entscheidungen, und treffen sich einmal im Jahr, um übergreifende Entscheidungen zu treffen (falls diese nicht auf dem Kongress im Konsens entschieden werden, gibt es ein Referendum). Die Syndikate sind die Branchengruppen, die auf lokaler Ebene die gewerkschaftliche Arbeit tragen (nicht im Sinne vom Abschließen von Tarifverträgen und ähnlichem, sondern in direkter Weise bei konkreten Betrieben). Sie sind also die Basis der Organisation - theoretisch. Leider, denn die FAU ist (noch?) klein und in vielen Ortsgruppen gibt es nur ein Syndikat, was quasi mit der Ortsgruppe zusammenfällt, wie hier in Münster, oder gar kein Syndikat, weil es nur einzelne Mitglieder gibt, die in ganz verschiedenen Bereichen tätig sind. Das erschwert natürlich die direkte Gewerkschaftsarbeit. In einigen Städten und Branchen ist es aber inzwischen gelungen, funktionsfähige Syndikate aufzubauen. Die FAU ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Gerade durch die gemeinsame Arbeit der Ortsgruppen und ein kompetentes Auftreten zu gemeinsamen Themen - wie etwa Hartz IV - ist die öffentliche Aufmerksamkeit für unsere Positionen gestiegen. |
|
|