log in      
  Aktuell
  Über uns
  vor Ort
  Aachen
  Bad Segeberg
  Berlin
  Bielefeld
  Bonn
  Braunschweig
  Bremen
  Dortmund
  Dresden
  Duisburg
  Düsseldorf
  Flensburg
  Frankfurt am Main
  Freiburg
  Hamburg
  Hannover
  Kiel
  Krefeld
  Leipzig
  Lich
  Magdeburg
  Meiningen
  Moers
  München
  Münster
  Neustadt - Weinstrasse
  Potsdam
  Tübingen
  im Betrieb
  Kontakt
  Direkte Aktion
  Texte
  Sitemap
  Links

IT´S TIME TO ORGANIZE

Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation, die aus lokalen Syndikaten und Gruppen besteht. Wo es welche gibt, erfährst du im Verzeichnis vor Ort oder im Betrieb. Wenn Du bei uns mitmachen willst, siehe nach unter Join

Diese Prinzipienerklärung (PDF, 59kB) beschreibt unsere Gesellschaftskritik, Utopie und Organisation. Sie ist aber keine "Heilige Kuh", eher eine Art "Stand der Diskussion" der FAUlerInnen.

 

KOSTENLOSES PROBEHEFT?

Einfach mal 'ne richtig gute Zeitung lesen.
Infos zu unserer Zeitung gibt es unter Medien.

 

FAU-NEWS AUF DEN SCHREIBTISCH?

Du willst die jeweils 10 aktuellsten Meldungen von www.fau.org immer aktuell auf dem Schreibtisch haben oder sie in deine eigene Website einblenden? Kein Problem mit unserem neuen RSS-Newsfeed.


Wie du an einen RSS-Reader kommst, erfährst du z.B. hier.

 

OPEN SOURCE

Diese Website ist auf der Basis des Open Source Web- Applicationservers ZOPE programmiert, der kostenlos unter www.zope.org heruntergeladen werden kann.

 

 

 

 


Aufruf - 27.04.08 von fausm20

Das Wort zum 1. Mai

Hier zu Lande oft umgangssprachlich als „Tag der Arbeit“ bezeichnet, wissen doch viele nicht was wirklich hinter diesem Tag steckt. Diese Bezeichnung ist sehr irreführend, denn wieso sollten wir die (Lohn-)arbeit feiern. Arbeit sollte aus sozialrevolutiärer Sicht nur als Mittel zur Befriedigung unserer Bedürfnisse dienen und nicht wie in diesem System immer mehr zu einem überflüssigem Selbstzweck wie beispielsweise die ganze Bürokratie.

Nein, der 1. Mai ist eigentlich kein Feiertag, sondern ein Kampftag aller Lohnabhängigen auf unserem Planeten. Ursprünglich kommt dieses symbolische Datum aus Amerika, wo in Chicago 1886 genau an so einem 1. Mai ein mehrtägiger Streik begann zur Durchsetzung des Acht-Stunden-Tages. Nach einigen Tagen versuchte die Polizei die Versammlungen gewaltsam aufzulösen und tötet sechs Arbeiter. Als einen Tag später eine Bombe geworfen wurde, nutzt die Staatsgewalt die Chance um diverse Redner der Gewerkschaften festzunehmen. Obwohl ihre Schuld nicht bewiesen werden konnte und sogar manches darauf vermuten lässt, dass der Vorfall von der Polizei inszeniert wurde, ließ sie die Klassenjustiz hinrichten.

Auch bekommt dieser Monat durch das 40-jährige Jubiläum der 68er eine besondere Bedeutung. In Frankreich kämpften nicht nur Studenten gegen die herrschenden Verhältnisse wie in Deutschland, sondern auch 10 Millionen Arbeiter und Arbeiterinnen zeigten ab Mitte Mai mit einem Generalstreik ihre Zähne. Sie forderten mindestens eine deutliche Lohnerhöhung, die 40-Stunden-Woche und soziale Absicherungen und brachten den kapitalistischen Alltag an den Rand des Kollapses. Ein Leben in Würde und Selbstverwaltung wäre möglich gewesen. Aber die Regierung unter de Gaulle schickte Polizei und Militär in die besetzten Fabriken mit tödlichen Folgen. Unterstützt wurden die bürgerlichen Kräfte von der kommunistischen Partei, da die Funktionäre diese spontane Aufstandsbewegung nicht unter ihrer Kontrolle sahen. Wie schon in Kronstadt 1921, im spanischen Bürgerkrieg und 1953 in der DDR sabotierten die Bolschewisten die soziale Revolution. Diese Ereignisse zeigen uns, dass das Proletariat keine (Partei-)diktatur braucht, um seine Befreiung von Wirtschaftseliten und Staatsfunktionären zu wagen.

Gerade in Deutschland auf Grund der Verschlechterung der sozialen Lage eines Großteils der Bevölkerung unter anderem durch Hartz IV, Zeitarbeit und Preissteigerungen, zeigen wie nötig ein solidarischer Widerstand an der Basis ist. Wir sollten gemeinsam für eine klassenlose und herrschaftsfreie Gesellschaft eintreten ohne jegliche Staatsgewalt. Es ist so vieles möglich, wenn wir nur die Mauer in unseren Köpfen zerschlagen. Erst recht am 1. Mai!

  Suche: