
Seit den Präsidentschaftswahlen im November 2004 stellt in Uruguay ein Linksbündnis, die "frente amplio", die Regierung. Stärkste Kraft in diesem Bündnis ist die MPP, die Partei der ehemaligen Stadtguerilla: der "Tupamaros". Somit ist das auch die erste linke Regierung seit Ende der Militärdiktatur 1985 und für viele UrguguayerInnen war dieser Wechsel mehr als nur ein Hoffnungsschimmer in Zeiten zunehmender Verarmung.
Nun sind aber bereits schon anderthalb Jahre seit dem Regierungsantritt vergangen und die Bilanz lässt zu wünschen übrig. Anhand aktueller politischer Konflikte in Uruguay, z.B. der der "plantas de cellulosas" (Zellulosefabriken) soll diese Bilanz beleuchtet und über die Frage, inwieweit Linksregierungen im Allgemeinen wirkliche Veränderungen herbeiführen (können), diskutiert werden.
Am Sonntag, den 30.07.06, um 18.00 Uhr im BUND, Olvenstedterstr.10, Magdeburg-Stadtfeld
Am 16. September 2003 wurden sechs AnarchistInnen in Barcelona festgenommen und gegen einen weiteren ein internationaler Haftbefehl erwirkt. Ihnen wird vorgeworfen, eine terroristische Vereinigung gebildet und Anschläge vorbereitet zu haben – Beweise konnten sie bisher keine vorlegen. Die Gefangenen mussten sich fünf Tage Verhören mit Demütigungen und Folter unterziehen. Inzwischen sind zwei von ihnen wieder auf freiem Fuß – sie alle erwartet ein Prozeß, in dem die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung bis zu 100 Jahren (!) Haft fordert.
Ihr Prozeß ist Teil der sich verschärfenden Repression gegen AnarchistInnen und radikale Linke in Spanien. Inzwischen entfaltet sich auch eine Protestbewegung gegen die staatliche Unterdrückung Andersdenkender. GenossInnen aus Spanien werden uns über die Situation vor Ort berichten.
Am Donnerstag, 13.07.06, 19.00 Uhr im BUND, Olvenstedter Str.10, Magdeburg-Stadtfeld
Während sich die staatliche Antwort auf die Zerstörungen durch den Hurrican „Katrina“ in New Orleans zunächst in der Entsendung von schwerbewaffnerter Polizei und „guten“ Ratschlägen erschöpfte und die Medien von „Massenvergewaltigungen“ und „Plünderungen“ schwadronierten, organisierten anarchistische Basiskollektive und Betroffene in Eigeninitiative die gegenseitige Hilfe.
Die „Anarchistische Antwort auf Katrina“ in Gestalt der Gruppe „Common Ground“ trug nicht nur in den ersten Tagen nach der Katastrophe dazu bei, das Leben vor allem in den Armenvierteln der Stadt wieder lebenswert zu machen. Zahlreiche Freiwillige haben ihren Beitrag geleistet, in dem sie Hilfsgüter gesammelt und verteilt und dabei geholfen haben, Häuser und Stadtviertel aufzuräumen und zu renovieren. Mit der Gründung einer lokalen Radiostation und einem Internet-Center haben sie dazu beigetragen, die Kommunikation vor Ort wieder in Gang zu bringen. Und nicht zuletzt unterstützen sie von der Räumung bedrohte BewohnerInnen der Armenviertel, die im geplanten neuen New Orleans der Reichen und Touristen keinen Platz haben sollen. Die Aktivitäten der AnarchistInnen stoßen auf umso stärkere Resonanz, weil Hilfen durch die US-Obrigkeit und die offiziellen Hilfsorganisationen noch immer unzureichend sind.
Die zwei us-amerikanischen Aktivistinnen Naomi Archer und Jenka machen auf ihrer Tour durch Holland und Deutschland in Magdeburg Station und werden uns von ihren Erfahrungen berichten.
Sonnabend, 10.06.06 um 19.00 Uhr im BUND, Olvenstedter Str. 10, Magdeburg-Stadtfeld
Infos zu Common Ground