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News - 23.10.09 von fau-sws

Textil: Palla das Ende ist besiegelt...

am 21. Oktober machten wir uns auf den Weg, über den Verbleib der ehemaligen Palla Creative GmbH & Co. KG zu informieren.

So startet heute unsere Runde in St. Egidien. Wir gingen quer durch die Stadt und informierten über die Lage. Viele Anwohner und Einwohner waren sehr interessiert und es entstanden auch einige gute Gespräche, dennoch war deutlich zu spüren, dass einige den Mut verloren haben sich mit diesem Problem auseinander zu setzen bzw. nicht wissen, wie man sich überhaupt zur Wehr setzten kann.

Danach fuhren wir nach Hohenstein-Ernstthal.

In Hohenstein-Ernstthal war gerade Wochenmarkt und so erreichten wir
einige Leute, es bildete sich auch eine kleine Traube an Menschen um uns,
mit der wir ins Gespräch kamen. Auch trafen wir auf ein paar
Ex-Mitarbeiter, welche sich besonders für die jetztige Situtation
interessierten und von ihrer damaligen Arbeitszeit berichteten. Durch das
Interesse der Ex-Angestellten angeregt, kamen viele Menschen direkt auf
uns zu und wollten Informationen, über Palla und FAU.

Danach machten wir noch direkt zum Schichtende vor die Palla, hier
erreichten wir einige noch Angestelle und kamen mit ihnen ins Gespräch,
viele erzählten über den jetztigen Stand und weiter Maschinen nach Aachen
geschafft werden. Viele gaben ihren Unmut über die Geschäftsführung und
die IG Metal Preis und beschuldigten sie auch, dass Spiel zwischen
Geschäftsführung und Insolvenzverwalter aktiv unterstützt zu haben.

Alles in allem positive Resonanz.

Jetzt gilt es weiter dran zu bleiben um etwas Nachhaltiges zu schaffen

Der Flyer

Das Ende ist besiegelt...
...aber nur für die Belegschaft.

Die Bosse verzocken weiter das Geld!

Ende letzten Jahres meldete die Palla Creative GmbH & Co. Kg Insolvenz an. Seitdem ging es steil bergab. Erst wurde das Werk in Neukirchen mit ca. 80 Beschäftigten komplett geschlossen und kurz darauf folgten Massenfreistellungen in St. Egidien. Zur Zeit sind gerade mal noch ca. 40 von ehemals 450 Beschäftigten im Werk in St. Egidien beschäftigt, um die restlichen Aufträge abzuarbeiten. Eine Abteilung nach der anderen wurde geschlossen. Doch damit nicht genug. Mitarbeiter die zwei Monate vor dem Vorruhestand standen, wurden freigestellt und nun müssen sie sehen wo sie bleiben. Einem Auszubildenden wurde die Ausbildungsvergütung rechtswidrig gekürzt. Nur die Betriebsleitung ist fein raus. Der Betrieb wurde „neu gegründet“ - mit derselben Betriebsleitung und alles bleibt beim Alten.
Das gleiche war auch schon 2006 der Fall, damals hieß die „neue“ Firma Becker Führen und Tuche GmbH & Co. KG, wurde aber in Palla Creative GmbH umbenannt und trägt neuerdings den „neuen“ Namen der Becker Textil GmbH. Erwähnenwert hierbei ist noch, dass der Freistaat Sachsen vor ca. 10 Jahren den Bau des Betriebes mit über 100 Millionen Euro suubventionierte, mit der Bedingung des Arbeitsplatzerhaltes für 10 Jahre.

10 Jahre sind um.
Keine Fördergelder – keine Verpflichtungen. In der Zwischenzeit ist nun die Becker Textil Verwaltungs GmbH der neue Gesellschafter der Becker Textil GmbH, welche wiederum die Teile der Becker & Führen Tuche Vertriebs GmbH übernimmt. Aus der ehemaligen Verwaltungsgesellschaft sind immer noch mehrere Millionen Euro übrig, von denen aber die Arbeiter keinen Cent sehen. Sie wurden von vorne bis hinten belogen und betrogen. Erst wurde ihnen das Geld gestrichen, dann der Urlaub gekürzt. Sie nahmen keine zusätzlichen Gelder in Anspruch und leisteten viele Überstunden. Sie gaben alles für den Betrieb und bekamen einen gewaltigen Tritt in den Arsch.
Viele Namen, die die Wahrheit verschleiern sollen.

Dort wo die Möglichkeit bestand, etwas zu verändern und die Betriebsleitung zu beeinflussen, sah sich der IG Metall Betriebsrat „genötigt“, tatenlos zuzusehen und das perfide Spiel zwischen Betriebsleitung und Insolvenzverwalter mitzuspielen. So wurde seitens Betriebsrat und IG Metall die Hoffnung bis zur letzten Minute aufrecht erhalten, dass die Möglichkeit der Erhaltung des Betriebes und der Arbeitsplätze möglich sei.

Nur die Betriebsleitung ist fein raus. Der Betrieb wurde „neu gegründet“ mit derselben Betriebsleitung und alles bleibt beim Alten.

Die Gleichen, die schon 2002 eine Insolvenz zu verantworten hatten, gehen in die dritte Runde. Mit dem geschicktem Aufteilen des Betriebes in verschiedene GmbH‘s konnte das gesamte Vermögen mit mehreren
Millionen Euro, ohne die fälligen Löhne zu begleichen, geschweige denn eine Abfindung zu zahlen, in die neue Gesellschaft wieder mit einfließen.
So funktioniert der Kapitalismus. 20 Jahre ist die Wende nun vorbei. Sie war zwar ein Schritt, aber die Freiheit, die gewünscht wurde, wurde dennoch nicht gebracht, da die Menschen wieder ihr Leben in die Hände eines unfähigen Staates gelegt haben. Die einzige Möglichkeit besteht darin, selbst die Hand zu erheben und unser Leben in unsere Hände zu nehmen.

Wir fordern

die Auszahlung
- der ausstehenden Löhne
- der ausstehenden Lehrlingsentgelder

Entschädigung
- für das menschenverachtende Verhalten gegenüber Mitarbeitern

Solidarität mit den (Ex-)ArbeiterInnen bei Palla!

FAU Süd-West-Sachsen
Postfach 30 01 22
08010 Zwickau
fau-sws@fau.org
http://www.fau.org

Direkte Aktion
Revolutionäre
Gewerkschaftszeitung
der FAU-IAA
http://www.direkteaktion.org

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