Syndikate - 02.05.08
von Sekretariat VAB FAU Leipzig
Gemächlich: Der Erste Mai 2008
Am Ersten Mai 2008 versammelten sich einige Dutzend Menschen am Kreuz, um die "traditionelle" Mai-Demo zu begehen. Für viele ArbeiterInnen ist es schlicht ein freier Tag, an dem sie ausschlafen und sich vergnügen. Auch Post-Beschäftigte kamen, angesichts der Tarif-Einigung am 30. April, nicht zur Kundgebung. Dennoch, sie haben einiges verpasst...
Das Flugblatt der FAU Leipzig zum Ersten Mai hier zum Download (PDF).
Die Demonstration begann pünktlich und mit altbekannten Liedern der "jungen Garde des Proletariats" - immer dieselbe Leier! Dennoch schlossen sich auf der Liebknecht-Straße immer mehr Menschen dem Zug an, so dass am Augustusplatz schließlich 300 bis 400 DemonstrantInnen ankamen. Den beeindruckendsten Block bildeten sicher die Gesellen des Fremder Freiheitsschachts, die sich zum Kongress in Leipzig versammelt hatten. (Die Vereinigung wurde am 1. Mai 1910 gegründet und Mitglied kann nur werden, wer auch Mitglied einer Gewerkschaft ist.)
Die FAU Leipzig hat sowohl an der Demo als auch an der Kundgebung teilgenommen. Wie angekündigt widmete sich die anarchosyndikalistische Gewerkschaft in einem Flugblatt zwei Themen: Einerseits der Rückblick auf die Besetzung des Fahrradwerks in Nordhausen und die Produktion ohne Chefs (2007). Andererseits die Problematik unbezahlter Lohnarbeit und Möglichkeiten, sich zur Wehr zu setzen.
Die FAU Leipzig zeigte auf, dass unbezahlte Arbeit kein individuelles Problem von Berufseinsteigern ist, sondern die regulär Beschäftigten ebenso betrifft. Wer unentgeltlich oder für symbolische Almosen einen Job erledigt, wird zum Lohndrücker und schwächt die Verhandlungsmacht der KollegInnen. Der Slogan Ein Angriff auf Eine/n, ist ein Angriff auf Alle! darf nicht nur eine Losung sein. Die Anarchosyndikalisten und Anarchosyndikalistinnen in Leipzig wollen dies in den nächsten Wochen thematisieren und zur Tat auffordern. Das kann ein Anfang sein...
Das Flugblatt der FAU Leipzig zum Ersten Mai hier zum Download (PDF).
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