Soli - 11.01.07
von fauh8
Medizinische Flüchtlingssolidarität Hannover
Die Medizinische Flüchtlingssolidarität Hannover (MFS) setzt sich seit Jahren für einen unbegrenzten Zugang von Flüchtlingen zu Gesundheitsdienstleistungen ein. Zudem stellt sie über ein medizinisches Versorgungsnetz eine Minimalversorgung sicher. Wir möchten der MFS deshalb Gelegenheit geben, sich und ihre Arbeit selbst vorzustellen. Unterstützung ist jederzeit dringend nötig und willkommen.
Gewerkschaft Gesundheitsberufe der FAU Hannover
Im folgenden die Selbstdarstellung des MFS Hannover:
Die Medizinische Flüchtlingssolidarität ist eine unabhängige Gruppe in Hannover, die seit Mitte 1998 ein medizinisches Versorgungsnetz für Flüchtlinge und MigrantInnen aufbaut. Wir wollen eine gesundheitliche Versorgung für Menschen - unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus - ermöglichen, die derzeit aus der medizinischen Versorgung ausgeschlossen werden. Wir verstehen unser Handeln als politisches Handeln, womit wir der rassistischen Flüchtlingspolitik in Deutschland aktiv etwas entgegensetzen. Darüber hinaus bestand in Hannover zum Zeitpunkt der Gründung ein akuter Bedarf an Ärzten und Ärztinnen, die bereit waren, anonym und unentgeltlich, Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus zu behandeln. In dem Netzwerk arbeiten ÄrztInnen, ZahnärztInnen PsychologInnen, HeilpraktikerInnen, KrankengymnastInnen, Hebammen, MitarbeiterInnen aus Krankenhäusern, ÜbersetzerInnen und anderen Beratungsstellen zur medizinischen Versorgung von Menschen ohne Papiere mit uns zusammen.
Die Beratungsstelle ist nicht-staatlich und arbeitet unabhängig von Kirchen, Parteien und anderen Institutionen. Unsere Arbeit ist rein ehrenamtlich und außer Spenden erhalten wir keine finanzielle Unterstützung.
Wofür wir Spendengelder brauchen
Unsere Arbeit besteht darin, das bereits bestehende Netz aus Ärzten und Ärztinnen aufrechtzuerhalten und auszuweiten. Für viele Spezialgebiete medizinischer Versorgung bietet das Netzwerk noch keine bis ungenügende Anlaufstellen (z.B. Gynäkologie, Orthopädie, Zahnmedizin, etc.). Darüber hinaus versuchen wir mit Krankenhäusern in Hannover Möglichkeiten für stationäre anonyme und unentgeltliche Behandlungen zu finden.
Ein zweiter Bereich unsere Tätigkeit liegt in der Vermittlung erkrankter Personen aus dem oben bereits beschriebenen Personenkreis der sogenannten ”Illegalisierten” an ÄrztInnen sowie Beratungszentren, die mit uns zusammenarbeiten. Nach Bedarf begleiten wir die Personen bei ihren Arztbesuchen als DolmetscherInnen um eine gute Verständigung zu gewährleisten. In Fällen, wo wir die Übersetzungsarbeit selbst nicht leisten können, bemühen wir uns, DolmetscherInnen aus unserem Bekanntenkreis zu organisieren. Anfallende Kosten (z.B. Materialkosten bei Zahnersatz, Laborkosten, Krankenhausaufenthalte, Medikamente) können wir bislang bei geringen Summen bis zu ca. 50 Euro aus unseren Spendenmitteln übernehmen. Bei höher anfallenden Kosten sind wir gezwungen, eine fallspezifische Einwerbung von Spendenmitteln zu unternehmen.
Ein dritter Arbeitsbereich setzt sich zusammen aus Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, die sich unterschiedlich gestaltet. Über die Verbreitung deutscher und mehrsprachiger Flyer im gesamten Stadtgebiet, in anderen Beratungsstellen zu Flucht und Migration, in communities, in medizinischen Einrichtungen, Apotheken etc. versuchen wir unsere Zielgruppe auf uns aufmerksam zu machen. Gleichzeitig dienen die Flyer auch der öffentlichen Bewußtseinsbildung für die mißständische Flüchtlingspolitik in Deutschland.
In Form von Radiobeiträgen, Interviews und Diskussionsveranstaltungen versuchen wir ebenfalls die Thematik auf eine breitere öffentliche Basis zu stellen, auf Missstände aufmerksam zu machen und unseren politischen Forderungen Gehör zu verschaffen.
Neben der bereits beschriebenen Tätigkeit haben wir seit 2005 die Kampagne "Ein Recht auf Gesundheit – auch in Hannover" initiiert, die von über 30 hannoverschen Initiativen unterstützt wird. Diese Kampagne hat das Ziel auf kommunaler Ebene mit der Stadt und Region Hannover in einen Dialog zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Illegalisierten einzutreten. Resultat unserer Bemühungen ist eine Zusammenarbeit mit dem "Runden Tisch für ein interkulturelles Hannover": ein beratendes städtisches Gremium, dem Vertreter und Vertreterinnen von Flüchtlingsinitiativen, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und der Stadt Hannover angehören. In diesem Rahmen wird zurzeit eine Anhörung mit drei Ratsausschüssen der Stadt zur Lebenssituation von Illegalisierten in Hannover vorbereitet.
Medizinische Flüchtlingssolidarität Hannover
c/o Flüchtlingsbüro
Zur Bettfedernfabrik 3
30451 Hannover
Tel. 0511/2153031 (Anrufbeantworter)
email: mfs_hannover(a)yahoo.de
Sprechzeiten: Montag 17.30 – 19 Uhr
Der Text wurde uns von der MFS Hannover zur Verfügung gestellt.
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Medizinische Flüchtlingssolidarität Hannover Spendenkonto
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Flüchtlingshilfefond e.V.
Stichwort „Medizinische Flüchtlingssolidarität“
Sparkasse Hannover BLZ 250 501 80
Konto-Nr. 129690
Bitte unbedingt Stichwort angeben.
Die Spenden sind steuerlich absetzbar.
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