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Kundgebung und Blockade der UnterstützerInnen des Hungerstreiks

Soli - 31.03.2009 von fauh3

Noch immer harren die Hungerstreikenden vor dem Tor 3 des VW-Nutzfahrzeugewerks in Hannover-Stöcken aus. Zum Schichtwechsel um 13:00 Uhr gab es heute eine kleine Blockade des Parkplatzes. Damit sollten die einfahrenden Leute der Stammbelegschaft über die Situation informiert und gleichzeitig am pünktlichen Beginn gehindert werden, um so ein wenig auf die Produktion einzuwirken. Die anwesenden Aktivisten der FAU-Hannover und des libertären Netzwerkes alerta! beteiligten sich ebenfalls an der Aktion. Außerdem übergaben sie neben Grüßen auch eine Geldspende, die am Abend zuvor auf einer Informationsveranstaltung zu den Gegenaktivitäten rund um den geplanten Naziaufmarsch am 1.Mai 2009 in Hannover gesammelt wurden.

Die Blockade wurde gut eine 3/4 Stunde aufrecht erhalten. Die Polizei kam nach einer Viertelstunde und war sichtlich überfordert. Mit sechs Beamten war sie vor Ort und versuchte zu verhandeln, dass die Zufahrt geräumt werden sollte. Davon ließen sich aber die Hungerstreikenden und ihre UnterstützerInnen nicht beirren und hielten die Blockade noch eine weitere halbe Stunde aufrecht.

Die Zeit wurde genutzt, um Grußworte und Redebeiträge der ATIF und der "hannoverschen LINKEN" zu verlesen. Der Beitrag der ATIF ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Er schloss mit der Forderung: Arbeiterinnen und Arbeiter - zusammen sind wir stark! Wir können uns wehren und die Kapitalisten in ihrer Krise versinken lassen! Immer wieder wurden Parolen gerufen und Herr Schumm (seines Zeichens der Personalchef von VW) aufgefordert, zu den Streikenden zu kommen und mit ihnen zu reden.

Ein Kollege musste bereits vom Krankenwagen abgeholt werden. Die restlichen Hungerstreikenden machen insgesamt einen erschöpften, aber guten Eindruck. Trotzdem wurde nach der Kundgebung ein Krankenwagen gerufen. Die hungerstreikenden Kollegen hatten es sich trotz ihrer Erschöpfung nicht nehmen lassen und an der Blockade teilgenommen. Eine Anstrengung, die vielleicht etwas zu viel war.

Die Streikenden freuen sich über Besuch und Unterstützung.

Momentan werden neben Geldspenden vor allem Sitzgelegenheiten und auch ein Tisch benötigt, ansonsten wird Wasser immer gerne genommen.

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21.05.2012 - Quelle: http://www.fau.org/ortsgruppen/hannover/art_090331-164435