drucken     Fenster schließen

Streik bei der Frankfurter Rundschau - Streikbruch bei Madsack in Hannover

Soli - 02.07.2008 von fauh

FAU-Hannover unterstützt die Belegschaft der Frankfurter Rundschau.

AktivistInnen der FAU-Hannover haben am 1.7.2008 Flugblätter verteilt und Gewerkschafts-FunktionärInnen offene Briefe übergeben.
Anlass war ein Warnstreik der Belegschaft der Frankfurter Rundschau gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen. Dieser Streik wurde unter anderem durch den „Streikbruch“ bei der Verlagsgruppe Madsack (Hannover) unterlaufen

Im Anschluss an eine Betriebsversammlung fand am Nachmittag des 12. Juni ein befristeter Warnstreik beim Druck- und Verlagshauses (DuV) der Frankfurter Rundschau statt.

Hintergrund des Warnstreiks ist der Versuch des Konzerns DuMont Schauberg (MDS) die Belegschaft zu zerschlagen. Geplant sind Entlassungen, Nutzung einer Niedriglohnfirma „FR-Design GmbH“, die durch Outsourcing von Teilen der Redaktion gebildet werden soll. Dorthin sollen auch KollegInnen der FR eigenen Leiharbeitsfirma „Pressedienst Frankfurt“ (PDF) verschoben werden. Im Vergleich zum Tarifvertrag der Druckindustrie bzw. der Redakteure bedeutet der andere Tarifvertrag bei der FR-Design z. B. eine Lohnsenkung zwischen 800 und 1000 Euro brutto monatlich.

In Hannover, wie auch in Köln wird ein Teil der Auflage der Frankfurter Rundschau gedruckt. Die ver.di-Obleute der Frankfurter Rundschau hatten versucht die ver.di-Ortsgruppen und die Obleute der Betriebsräte der betroffenen Städte zu motivieren ihren Arbeitskampf zu unterstützen. Dies gesah nicht, weshalb in einem offenen Brief von ver.di Vertrauensleuten bei der FR bitter geklagt wird: „Alle Betriebsratsfürsten aus Köln und Hannover und auch die Hauptamtlichen aus diesen Streikbruch-Orten sind dummerweise angeblich nicht erreichbar und/oder müssen/möchten auf "Rechtslagen" etc. Rücksicht nehmen. Praktische Solidarität ist sowohl in Köln als auch in Hannover ein Fremdwort. Diese Duckmäuser lügen unsere streikende Belegschaft an und der ver.di-Apparat schaut tatenlos zu. So wie auch in anderen Städten lassen diesen Herren Funktionäre zu, dass kämpfende Belegschaften verbrannt statt unterstützt werden.“

Der offene Brief wurde an einen Sekretär des DGB-Hannover und eine Sekretärin der Fachgruppe Medien der ver.di-Niedersachsen „mit einem lieben Gruß aus Frankfurt“ übergeben. Außerdem wurden in den hannoverschen Stadtteilen Nordstadt und Linden Flugblätter an PassantInnen verteilt.

Zusammen mit der FAU-Frankfurt unterstützt die FAU-Hannover die kämpferische Belegschaft der Frankfurter Rundschau und fordert:

Kein Streikbruch durch die Belegschaft bei Madsack und anderswo!

Unterstützt den Arbeitskampf in Frankfurt!

Solidarität ist eine Waffe gegen Lohnverlust und Stellenabbau!





Flugblatt und Weitere Infos
FR-Flugblatt Hannover

Labournet-Sonderseite FR


01.12.2008 - http://www.fau.org/ortsgruppen/hannover/art_080702-202336