Syndikate - 17.12.05
von e.g.
Resolution des Bildungssyndikats und des allgemeinen Syndikats der Freien ArbeiterInnen Union Duisburg zum Verhalten des AStA der Universität Duisburg
Es ist nicht hinzunehmen, dass der AStA der Universität Duisburg-Essen seinen Angestellten über drei Monate hinweg den Lohn verweigert, während er sich selbst und seinen „AStA-Funktionären“ weiterhin regelmäßig und zuverlässig den Lohn bzw. die sog. Aufwandsentschädigung auszahlt! Durch die Sparmaßnahmen des AStA sind 55 Beschäftigte...
...betroffen, die z.T. schon seit mehreren Jahren ihre Arbeitskraft zuverlässig zur Verfügung stellen. Der aktuellen Logik des Arbeitsmarktes folgend, beginnt der AStA pünktlich zu seinem Amtsantritt seinen Angestellten zu erklären, dass der Gürtel enger geschnallt werden müsse. Als Begründung für seine Maßnahmen liefert er die Behauptung der vorherige AStA habe schlecht gewirtschaftet und die Kassen seien leer. Beweise in Form von konkreten Zahlen sind allerdings bis zum heutigen Tag nicht vorgelegt worden! Stattdessen werden die Kürzungen umso aggressiver durchgesetzt!
Selbst wenn die Anschuldigungen des aktuellen AStA gegenüber seinen Vorgängern zuträfen, so ist es dennoch eine nicht zu billigende Maßnahme, den Angestellten ihren Lohn für die von ihnen bereits in Vorleistung erbrachte Arbeit vorzuenthalten! Viele der betroffenen Menschen mussten sich bereits verschulden, um beispielsweise ihre Miete zu bezahlen, sich und ihre Familien zu ernähren und das nur, weil ihr sog. Arbeitgeber (der AStA) vorgibt nicht in der Lage zu sein ihnen pünktlich ihre Gehälter auszuzahlen! Diese weltlichen Probleme scheinen dem AStA allerdings völlig fremd zu sein, zahlt er sich doch selbst weiterhin pünktlich seine Aufwandsentschädigungen aus.
Der neoliberalen Intention folgend setzt der aktuelle AStA wohl darauf, das relativ erschwingliche Kulturangebot der Universität Duisburg-Essen „out“ zu „sourcen“. Somit beginnt er mit der Schließung des Tagesbetriebs des Kunst- und Kultur-Cafés (KKC) am Campus Essen. Dies ist ebenfalls nicht hinzunehmen, da ein günstiges Kultur- und Kneipenangebot für Studierende und andere Menschen mit kleinem Geldbeutel vorhanden sein muss! Vor allem in Zeiten aufkommender Studiengebühren und erhöhter Verwaltungsgebühren muss ein kulturelles Angebot an der Universität für Studierende aller sozialer Klassen und Schichten zugänglich sein! Das KKC wurde Anfang der 90er Jahre von Studierenden der Universität Essen als ein solcher Freiraum erkämpft und schließlich dem AStA zu Verwaltung überlassen. Insofern ist es nicht zuzulassen, dass ein „großer-Koalitions-AStA“ mit Unterstützung der PDS - ausnahmsweise einmal nicht die Hochschulleitung - diese Errungenschaft von Studierenden für Studierende zerstört!
Auf Grund dieser prekären Situation für Studierende, und insbesondere für die Angestellten des AStA, unterstützt die Freie ArbeiterInnen Union Duisburg (FAU) jegliche Kampfmaßnahmen und jede(!) Form des Streiks nach Kräften. Zeigt Euch alle solidarisch, denn um Jobs kämpft mensch wie bei Opel/Bochum!
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