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Film am 16.03.: „Surplus“ oder Konsumterror (inkl. VoKü)OG - 03.03.2006 von FAU Dortmund
Freie ArbeiterInnen Union Dortmund proudly presents:
Erik Gandini, der in diesem Jahr das zweite Mal beim Internationalen Dokufilmfestival Amsterdam mit einem neuen Film vertreten war, versucht in diesem Film, das generelle Hinterfragen des Zuschauers direkt zu ermutigen. Er klagt ihn regelrecht an, die Kiste, vor der er augenblicklich sitzt, auszuschalten und die Welt durch alle Sinne und ohne Filter zu erfassen. Ausgangspunkt ist die Frage, ob das Privileg des Überflusses in der "1. Welt" glücklich macht oder ob es nicht vielmehr leere Versprechungen sind, die uns Konsumenten in die geistige Leere abdriften lassen. Durch videoclipartigen, u.a. intelligenten Zusammenschnitt von Redetexten mit Sequenzen versucht Gandini die Monotonie und Verschwommenheit der glitzernden Konsumwelt auszudrücken. Dieser Fata Morgana des vermeintlich materiellen Glücks wird ein radikales Anderes gegenüber gestellt, die Frage: Warum gehen die Leute auf die Straßen? Und was versprechen sie sich vom Anzünden von Autos? Ist es mehr als der augenblickliche Versuch ihrer offensichtlichen Frustration Luft zu machen? Als Grundlage nimmt der Regisseur Bilder von den Straßenschlachten in Genua 2001 beim G8-Gipfel. Den Schwerpunkt legt Gandini auf das Interview mit dem kontroversen anarchistischen Philosophen John Zerzan, der die Selbstbefreiung des Individuums von der Massengesellschaft fordert. In anderen Interviews, die eine mögliche(!) Antwort auf die Grundfrage zu geben versuchen, stellt Gandini u.a. eine vor den vollen Verkaufsregalen der 1. Welt huldigende Kubanerin dar, und porträtiert einen jungen Multimillionär, der das einfache Leben wiederzuerlangen versucht. Anfahrt Soziales Zentrum Bochum
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21.08.2008 - http://www.fau.org/ortsgruppen/dortmund/art_051107-175428 |