log in     
  Aktuell
  Über uns
  vor Ort
  Aachen
  Bad Segeberg
  Berlin
  Bielefeld
  Bonn
  Braunschweig
  Bremen
  Darmstadt
  Dortmund
  Dresden
  Duisburg
  Düsseldorf
  Flensburg
  Frankfurt am Main
  Freiburg
  Görlitz
  Halle
  Hamburg
  Hannover
  Karlsruhe
  Kassel
  Kiel
  Köln
  Leipzig
  Lich
  Magdeburg
  Mannheim - Ludwigshafen
  Marburg
  Meiningen
  Moers
  München
  Münster
  Neustadt - Weinstrasse
  Nürnberg
  Saarbrücken
  Solingen
  Stuttgart
  Südwestsachsen
  Wismar
  im Betrieb
  Kontakt
  Direkte Aktion
  Jugend
  Texte
  Links

IT´S TIME TO ORGANIZE

Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation, die aus lokalen Syndikaten und Gruppen besteht. Wo es welche gibt, erfährst du im Verzeichnis vor Ort oder im Betrieb.
Infos wie Du bei uns mitmachen kannst, findest Du in unseren Statuten und bei Über uns

 

DIREKTE AKTION – PROBEHEFT GRATIS!

Direkte Aktion - anarchosyndikalistische Zeitung

 

FAU-NEWS AUF DEN SCHREIBTISCH?

Du willst die jeweils 10 aktuellsten Meldungen von www.fau.org immer aktuell auf dem Schreibtisch haben oder sie in deine eigene Website einblenden? Kein Problem mit unserem RSS-Newsfeed

 



 

OPEN SOURCE

Diese Website ist auf der Basis des Open Source Web- Applicationservers ZOPE programmiert, der kostenlos unter www.zope.org heruntergeladen werden kann.

 

 

 

 


Presseerklärung - 15.07.08 von faub51

Arbeitnehmer gewinnt Arbeitsgerichtsprozess gegen „Neue Babylon Berlin GmbH“

Pressemitteilung 15. Juli 2008

* Gerichtsentscheid spricht entlassenem Arbeitnehmer Recht auf zwei Monatsgehälter zu

Heute entschied das Arbeitsgericht Berlin, dass die „Neue Babylon Berlin GmbH“ verpflichtet ist dem ehemaligen und zu unrecht fristlos gekündigten Mitarbeiter Jason Kirkpatrick rückwirkend zwei Monatsgehälter auszuzahlen.

Erst im Gerichtsverfahren selbst benannte die „Neue Babylon Berlin GmbH“ den offiziellen Grund für die fristlose Kündigung im Mai 2008. In der schriftlichen Kündigung zuvor war kein Grund angegeben worden. Sowohl für die Verteidigung als auch die Richterin überraschend wurde nun im Verfahren als Anlass ein offener Brief von Kirkpatrick an das Management und die Belegschaft des Kinos Babylon Mitte benannt, durch welchen das Betriebsklima des Kinos gestört worden sei. In dem offenen Brief hatte Kirkpatrick zum einen die Nichtverlängerung seines Arbeitsvertrages kritisiert, aber auch Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen gemacht.

Die Richterin wies diesen Grund für eine fristlose Kündigung als unzulässig zurück und verpflichtete die „Neue Babylon Berlin GmbH“ zur Zahlung von zwei weiteren Monatsgehältern.
Anscheinend ist es nicht das erste Mal, dass das Kino „Neue Babylon Berlin GmbH“ seine Mitarbeiter unfair behandelt. „Je öfter ich über meinen Fall spreche, desto mehr höre ich auch von derzeitigen Mitarbeitern, welche Probleme sie mit dem Management des Kino Babylon Mitte haben“, erzählt Jason Kirkpatrick. „Ich habe von früheren Fällen erfahren, in denen Mitarbeitern ohne vorherige Abmahnung und ohne Angabe eines Grundes einfach nicht mehr im Schichtsystem eingeteilt wurden, was in der Auswirkung für die Beschäftigten einer fristlosen Kündigung gleichkommt. Als ich die Geschäftsführung fragte, warum ich während meiner Beschäftigung nie Feedback erhalten habe oder eine Abmahnung bekam, bevor ch die unbefristete Kündigung erhielt, antwortete er, dass es einfacher sei Beschäftigten zu kündigen als mit ihnen über ihre Arbeitsweise zu sprechen.”
Kirkpatrick hat zwar Verständnis für die finanzielle Lage des Programmkinos, stellt aber gleichzeitig klar, dass „ihnen wirtschaftliche Probleme nicht das Recht geben, ihre Mitarbeiter um ihre Recht zu
betrügen.“

Ein aktueller Arbeitnehmer, der darum bat, anonym zu bleiben, erklärt: „Ich fühle mich ausgenutzt. Es nervt mich, dass die Menschen in dem Kino angelernt werden ohne dafür einen Cent zu bekommen. So kann die GmbH immer zum Nulltarif jeden der alten Mitarbeiter ersetzen und der Neue weiß noch nicht einmal, dass er wahrscheinlich den Kollegen, der ihn gerade anlernt, ersetzen wird.“ Weitere Unzulänglichkeiten sind das keine Urlaubstage angerechnet werden und das verpflichtende Dienstversammlungen unbezahlt bleiben. Die Minimalbezahlung beträgt 5,50 € / Stunde und verstärkt die prekäre Arbeitssituation der Mitarbeiter, wobei dies nicht untypisch für die unsicheren Arbeitsverhältnisse in diesen Branchen ist.

Phillip Stein vom Berliner Mayday Buendnis sagt: "Dieser Fall ist einer von unzaehligen, in denen Arbeitgeber versuchen Arbeitnehmerrechte zu unterlaufen. In Zeiten von zunehmender Prekarisierung, also der Verunsicherung von Arbeits- und Lebensverhaeltnissen, ist es fuer viele Angestellte schwierig sich gegen diese Schikanen zu wehren. Der aktuelle Fall zeigt aber, dass eine Vernetzung von Prekarisierten sinnvoll ist und zum Erfolg fuehren kann. Wir begruessen das Engagement von Jason Kirkpatrick und rufen alle Beschaeftigten auf, sich gegen derartige Zumutungen zu wehren."

*Kontakt*
Jason Kirkpatrick, Ex-Babylon Mitarbeiter:
01577 424 6878, jfkeuro@gmx.net
Phillip Stein, http://berlin.euromayday.org

Geschäftszeichen des Verfahrens: 26 Ca 9635/08
Jason Kirkpatrick ./. Neue Babylon Berlin GmbH
Arbeitsgericht Berlin, Geschäftstelle, Magdeburger Platz 1, 10785 Berlin,
030 90 171-438

  Suche:
 
  GoogleSuche:
 

FAU Berlin: Auf dem Laufenden bleiben

Abonniere den Termin- oder Presseverteiler der FAU Berlin (jew. 1 Mail/Monat). Oder den Newsfeed dieser Seite.

Kampagne




Hier geht's zur Sonderseite

Basisgewerkschaft!




Hier alles zum Kampf der FAU Berlin um Gewerkschaftsfreiheit!

Zum Mitgliedsantrag

FAU Berlin: Mitglied werden Einfach ausfüllen und abschicken: Hier geht's zum Mitgliedsantrag

Spenden willkommen

Konto-Inh: FAU Berlin
Konto-Nr: 3703001711
BLZ: 16050000
(Mittelbr. Sparkasse)
Verwendungszweck:
Spende FAU Berlin

For international donations:
IBAN: DE45 1605 0000 3703 0017 11 BIC-/SWIFT-Code:
WELA DE D1 PMB

Chronologie zum Konflikt im Babylon

Von der umkämpften Gründung des Betriebsrates im November 2008 bis zum Gewerkschaftsverbot ein Jahr später. Der Arbeitskampf im Kino Babylon Mitte in Stichpunkten.

DIREKTE AKTION 209 Marginalisierung und Minderheiten

 

Zum Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe. Du kannst auch ein kostenloses Probeheft oder Abo bestellen.

Disclaimer

Die FAU Berlin begrüßt es ausdrücklich, wenn Gruppen oder Einzelpersonen sie öffentlich unterstützen. Sie kann aber keinerlei rechtliche Verantwortung für Texte übernehmen, die sie nicht selber verfasst hat und deren genauer Inhalt nicht in ihrem Einflussbereich liegen. Die FAU Berlin kann dementsprechend nicht für Texte verantwortlich gemacht werden, die nicht auf ihrer Homepage http://www.fau.org
/ortsgruppen/berlin
veröffentlicht wurden.
(Weitere Infos…)