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Soli - 29.10.04
von faub22
Die Erfolgsstory von PFERD -Rüggeberg und der Skandal bei Caballito Vitoria.
(Das Fettgedruckte stammt aus der Eigenwerbung der Firma PFERD-Rüggeberg. Der Teufel liegt allerdings im Detail. Auch hier gilt: Lesen Sie vor allem das Kleingedruckte!)
Die August Rüggeberg GmbH &Co.KG ist mit ihrer Mehrkämpferstrategie am Markt erfolgreich.
Aber nicht nur an den Produktmärkten kämpft PFERD Rüggeberg an vorderster Front. Am Arbeitsmarkt insbesondere im spanischen Baskenland, bei ihrer Tochter Caballito Vitoria zeigt Rüggeberg hingegen klassenkämpferische Qualitäten. Trotz anhaltend schwarzer Zahlen wurden und werden Beschäftigte entlassen und die Rest-Belegschaft mit Lohnsenkungen bedroht.
So weigert sich die Geschäftsführung, den Branchentarifvertrag in ihrer Niederlassung im baskischen Vitoria anzuerkennen und zeigt dem Betriebsrat tapfer die kalte Schulter. Die Belegschaft des Produktionsbereiches zeigt jedoch ihrerseits ebenfalls kämpferische Qualitäten und wehrt sich mit einem inzwischen seit einem Jahr (!) andauernden Streik gegen die Erpressungsversuche.
PFERD-Produkte erfüllen weitestgehend die Vorgaben der nationalen und internationalen Normen und Vorschriften.
Das Verhalten der PFERD-Geschäftsführung gegenüber den Gewerkschaften und ihren Beschäftigten weniger. Da werden schon mal missliebige ArbeiterInnen entlassen und spanische Gesetze gebrochen. So wurde dem Betriebsrat immer wieder der Zutritt zum Firmengelände verweigert und fachfremdes Personal in der Produktion eingesetzt. Das brachte im Juli diesen Jahres Pferd-Rüggeberg eine Strafe von 77.000 Euro wegen Streikbehinderung ein.
PFERD-Feilen:Markenerzeugnisse mit weltweit anerkannter Spitzenqualität.
Das beizubehalten dürfte in Zukunft schwierig werden.Infolge des andauernden Streiks in Spanien werden anhaltende Lieferschwierigkeiten und Qualitätseinbußen riskiert. Bereits heute ist PFERD auf Grund des Starrsinns der Geschäftsführung gezwungen, einen Teil ihres Produktionsausfalls durch Konkurrenzfirmen kompensieren zu lassen.
Die Kosten lohnintensiver Handarbeit werden durch konstant hohe Werkzeugqualität gesenkt.
Bei Caballito selbst geht man andere Wege der Kostensenkung.So wurden in diesem Jahr eine schwangere und eine allergiekranke Kollegin entlassen,weil sie auf Grund ihrer Handicaps nicht in vollem Umfang leistungsfähig sind. Kostensteigernd dürfte sich hingegen die Umsetzung der Drohung von PFERD,die Produktion von Caballito nach Polen zu verlagern, auswirken. Die im vergangenen Jahr im Baskenland investierten 30 Mio. Euro dürften damit abgeschrieben werden können.
ECO-Trennschleifscheiben - der Weg ins neue Jahrtausend!
Die Ausbeutungsmethoden bei Caballito und das Verhalten gegenüber ihren Angestellten erinnern hingegen eher an das 19. Jahrhundert.
Maßgeschneidert und voller Ideen erfüllt das TOOL-CENTER die speziellen Bedürfnisse und Ansprüche der Kunden.
Voller Ideen ist auch der Widerstand der Beschäftigten und der Bevölkerung in der Region.Allen Drohungen und Erpressungsversuchen zum Trotz dauert der Widerstand nun schon ein Jahr an. Mit ihm solidarisierten sich wiederholt die dortige Bevölkerung sowie die Beschäftigten anderer regionaler Unternehmen. Mit unserer heutigen Aktion anlässlich des ersten Jahrestages des Streikbeginns möchten wir auch im Stammland der Firma PFERD-Rüggeberg auf deren Praktiken anderswo aufmerksam machen und uns gleichzeitig den Forderungen der Belegschaft anschließen:
Sofortige Aufnahme von Verhandlungen!
Keine Entlassungen und keine Lohnsenkungen!
Sofortige Wiedereinstellung aller während des Streiks Entlassenen!
Eine Aktion von FAU-IAA und FreundInnen.
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