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Auf diesen Seiten finden sich aktuelle Informationen und Hintergrund-Materialien über den biologischen Kaffee der Kooperative Unión de Ejidos Otilio Montaño (UDEPOM). Diese Kooperative ist aufs Engste mit der chiapanekischen Organisation SOCAMA verflochten, die von mexikanischen Menschenrechtsgruppen als "Nährboden" der Todesschwadron Paz y Justicia bezeichnet wird. Unterstützt unsere Forderungen, protestiert hier!
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last update: 99-07-17 |
Chiapas Kaffee-Kampagne |
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Musterprotestbrief von Ya Basta!, Münster
Hallo liebe Leute, hier kommt Post von der Gruppe B.A.S.T.A. aus Münster mit der Bitte um Unterstützung der Chiapas-Kaffee-Kampagne! Wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt, steht die Kooperative UDEPOM, die über die SOCAMA die Paramiltaers PAZ Y JUSTICIA unterstuetzt, nicht weiter im Transfair-Register. Schon mal ein kleiner Erfolg .... Transfair stimmt den Vorwürfen der Kampagne allerdings nicht zu, sondern hat den Kontakt (vorübergehend) zu der Kooperative wegen fehlender Demokratie, mangelnder professioneller Handelsbeziehungen sowie Korruption abgebrochen. Personelle Verflechtungen zwischen der UDEPOM, SOCAMA und PAZ Y JUSTICIA, die von der Kampagne ausführlich dargelegt wurden und u.a. selbst von dem SOCAMA- und PAZ Y JUSTICIA-Führer Samuel Sánchez Sánchez bestätigt wurden, sind für Transfair scheinbar kein Grund, angemessene Schritte zu unternehmen. Darüber hinaus greift Transfair die Finca-Irlanda Kampagne von vor etwa 2 Jahren heftig an, indem sie die damaligen Anschuldigungen als "aus der Luft gegriffen" abstempelt (vgl. Transfair-Statement vom 9.2.99, letzter Punkt). Vielleicht ist euch bekannt, daß der Prozeß, der erst vor kurzem beendet wurde, nicht wegen falscher Vorwürfe, sondern wegen unlauterem Wettbewerb "verloren"/beendet wurde. Diese Reaktionen von Transfair machen uns wütend und enttäuschen uns; verstärken aber auch das Bild, welches wir mittlerweile von "Transfair-und-der-faire-Handel" haben. Da wir momentan die Befürchtung haben, daß viele Menschen eher den Statements von Transfair glauben als den Recherchen der Kampagne (Transfair hat sich schon einen seriösen Namen verschafft ...), halten wir es für äußerst wichtig, Transfair erneut unsere Empörung kundzutun. Die ursprünglichen Ideen des fairen Handels werden bei Transfair mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Im folgenden findet ihr einen Muster-Protest-Brief. Es wäre super, wenn viele Leute/Gruppen diesen oder ähnlichen Brief an Transfair schicken (Dieter Overath ist übrigens der Geschäftsführer von Transfair)!!!! [Die beiden Statements vonTransfair, sowie ein Zitat (deutsch und spanisch) des mexikanischen Ökonoms und Autors Moguel aus dem Film "Acteal - Strategie des Todes", auf welches in dem Protestbrief eingegangen wird, findet ihr auf unseren Internet-Seiten] KEINE UNTERSTÜTZUNG DER PARAMILITÄRS IN CHIAPAS! Protestbriefe, -anrufe und -faxe bitte an:
MUSTERBRIEF Sehr geehrter Herr Overath, ich/wir habe/n die Informationen der Chiapas-Kaffee-Kampagne mit großem Interesse verfolgt und halte/n das Thema sowie eine Veröffentlichung der Vorwürfe und der Entwicklung der Kampagne nach wie vor für wichtig. In der 2. Erklärung der Chiapas-Kaffee-Kampagne (Punkt 2) steht geschrieben, daß das Ansehen des fairen Handels nicht dadurch Schaden nehmen wird, daß der Skandal aufgedeckt wurde, sondern genau dadurch, daá die Vorwürfe relativiert oder negiert werden. Dieser Einschätzung kann/können ich/wir voll und ganz zustimmen. Der faire Handel bzw. Transfair läuft Gefahr, seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Diese Glaubwürdigkeit schwindet zudem dadurch, daß Transfair in seinem Statement zu der Chiapas-Kaffee-Kampagne vom 9.2.99 im letzten Punkt schreibt: "Bereits vor zwei Jahren hatte eine (angeblich von Frankfurt aus operierende) 'Anarchistische Vereinigung aller Berufe' ähnlich schwere Vorwürfe gegen eine Kaffeeplantage im Süden Mexikos erhoben, mit der eine Lizenznehmerfirma von Transfair in Geschäftsbeziehungen steht. Auch damals wurde versucht, Transfair in Verbindung mit vermeintlich dunklen Machenschaften zu bringen. Vergeblich, denn sämtliche seinerzeit erhobenen Vorwürfe erwiesen sich nach intensiver Überprüfungen vor Ort als aus der Luft gegriffen." Die damalige Kampagne richtete sich gegen einen Lebensbaum-Kaffee der Finca Irlanda. Die Kaffeeverpackungen trugen ein selbsterstelltes Fairtrade-Siegel und täuschten somit fairen Handel vor. Die Kampagne verdeutlichte, daß dieser Finca Irlanda Kaffee nicht den Anforderungen des fairen Handels genügt: bei der Finca Irlanda handelte es sich nicht um einen kleinbäuerlichen Zusammenschluß, sondern um einen Großgrundbesitz ohne demokratische Strukturen und nur geringfügig besseren Arbeitsbedingungen als auf anderen Plantagen. Lebensbaum nahm das Siegel in Folge des Drucks durch die Öffentlichkeit von der Kaffeeverpackung. Die Kampagne richtete sich gegen den Miábrauch der Idee des fairen Handels sowie der Gutgläubigkeit der KonsumentInnen. Aus diesem Grunde kann/können ich/wir nicht verstehen, und es macht mich/uns stutzig, warum Transfair das Schwindel-Siegel von Lebensbaum in Schutz nimmt! In der neuen Stellungnahme von Transfair werden die Vorwürfe der Chiapas-Kaffee-Kampagne für falsch erklärt - ohne konkrete Nachweise vorzulegen. Die in den Publikationen der Chiapas-Kaffee-Kampagne dargestellten personellen Verflechtungen zwischen SOCAMA, UDEPOM und Paz y Justicia zeigen, daá die UDEPOM indirekt den Krieg der niederen Intensität unterstützt. In gleicher Weise äußert sich der mexikanische Ökonom und Autor Moguel in dem Dokumentarfilm "Acteal - Strategie des Todes" (Produktion der mexikanischen Videogruppe Canal 6 de Julio). Wie durch diese Stellungnahme und die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Abgeordneten Hübner, Dr. Wolf und der PDS bekannt geworden ist, ist die UDEPOM aus dem Transfair-Register gestrichen worden: laut Antwort der Bundesregierung wegen Korruption durch den Geschäftsführer dieser Kooperative und laut Transfair wegen fehlender professioneller Handelsbeziehungen sowie einem Mangel an demokratischen Entscheidungsfindungen bezüglich der Verwendung von Transfair-Prämien. Ich/Wir fordere/fordern Sie auf, mich/uns über die Ergebnisse ihrer Untersuchungen bzw. des FLO-Monitorings ausführlich zu informieren. Weder indirekte noch direkte Unterstützung von Paramilitärs durch den fairen Handel! Ich/Wir erhoffe/n eine baldige Antwort! Mit freundlichen Grüßen
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